Es ist kein großer Zufall, dass Lena Meyer-Landrut, die Deutschland auch in diesem Jahr beim European Song Contest vertritt, Meyer heißt. So heißen Niedersachsen oft, weil es dort früher schon viele Bauernhöfe gab.

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Alle Schreibweisen dieses in Deutschland (nach Schmidt) zweithäufigsten Namens gehen nämlich auf den lateinischen maior zurück, den Vorsteher eines Bauernhofs. Der gleiche Beruf hieß im heutigen Hessen und nördlichen Bayern Hofmann und im Osten Schulze. Namenkundler sprechen von einem "Meyer-Loch" mitten im Land. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

Wie man Meyer schrieb, war, als man Namen erfand, nirgends festgelegt. Die Norddeutschen bevorzugten – warum, weiß niemand – "ei" und "ey", die Südwestdeutschen "ai" und "ay". Diese Verteilung hat sich bis heute gehalten, weil es über die Jahrhunderte nur wenige Meyers und Co. in die Fremde zog. Damals waren Doppelnamen unüblich, und niemand ahnte, dass man sich einmal so umständlich vorstellen müsste: Meyer-Landrut, Landrut ohne H, Meyer mit E und Ypsilon.