Das österreichische Bundesheer befindet sich im Umbruch. Deshalb wird nun auch die Kommandosprache für ein künftiges Berufsheer überarbeitet. Mit dem alten Kasernenhofton allein ist da kein Weiterkommen, darüber herrscht Einigkeit. Humor muss in die Befehle Einzug halten. Um Rekruten mit nahöstlichen Wurzeln zu mehr Sauberkeit zu animieren, könnte der Spieß etwa scherzen: "Hier stinkts ja wie in einem arabischen Puff!" Kommt garantiert gut an, wenn psychologisch geschulte Unteroffiziere so versuchen, mit Ironie und Weltoffenheit die multikulturelle Truppe zusammenzuhalten. Ein bisschen Augenzwinkern darf auch nicht fehlen, sollte ein Soldat die rechte Begeisterung vermissen lassen. "Ich zieh dich persönlich an den Eiern durch den Ort!", heißt es dann. Gerade kurz vor Ostern ein gelungener Spruch, um die Moral zu heben. "Rekrut Dämlich" lautet eine immer gern gebrauchte Anrede für einen Jungmann, dessen Auffassungsgabe ausbaufähig scheint. Das hilft dem Betroffenen und unterhält noch dazu den Rest des Zugs. Immer wieder findet die Mär von körperlichen Übergriffen einen Weg in die Medien, etwa wenn ein Soldat morgens sanft durch den Stiefel des Vorgesetzten zum schnelleren Aufstehen bewegt werden sollte. Das gelang auch – mit dem kleinen Kollateralschaden eines Knochenbruchs. Eine Lappalie, wenn man bedenkt, dass im Ernstfall Verschlafen letale Folgen haben kann. Ein Berufsheer ist schließlich keine Selbsterfahrungsgruppe für wohlstandsverwahrloste Memmen.