DIE ZEIT: Herr Hartmann, die Nachfrage nach Absolventen der Ingenieurwissenschaften ist groß, während Geisteswissenschaftler weiter Schwierigkeiten haben, nach dem Abschluss sofort eine Stelle zu finden. Sollten sie lieber umsatteln?

Michael Hartmann: Nein, denn wir haben bei Ingenieuren seit Jahrzehnten einen Wechsel von Mangel und Überschuss . Die Unternehmen, die jetzt klagen, würden ihre Mitarbeiter gern aus einer Menge junger qualifizierter Ingenieure auswählen können. Es stehen aber noch ältere arbeitslose Ingenieure zur Verfügung, auf die nicht zurückgegriffen wird. Der Mangel wird sich erst dann verschärfen, wenn die Jahrgänge kleiner werden.