Eine Berliner Altbauwohnung. Zwei Darsteller, eine Regisseurin und ihre Kamera. Die Story? Sex. Die Filmemacherin drapiert den Körper der Schauspielerin, zieht selbst ihr T-Shirt aus, schließlich soll die Atmosphäre intim sein. Indessen hat der Darsteller Angst um seinen "Ständer". Bedways (Kochmedia) von RP Kahl ist ein Unikum in der deutschen Kinolandschaft.

Eine komplett unabhängig finanzierte Produktion mit expliziten Sexszenen. Und doch viel mehr als ein bloßer Porno. Permanent wird die voyeuristische Position der Regisseurin hinterfragt, ihr manipulatives Ansinnen, im Schauspiel wahres Begehren zu entdecken. Wer führt hier überhaupt Regie? Die Filmemacherin oder die Lust? Irritiert schaut sich das Trio die Muster an, blickt auf Körper, die sich seltsam einsam aufeinander zubewegen und dann doch einen gemeinsamen Rhythmus finden. Man ringt mit den Darstellern nach Luft, immer enger wirkt die Wohnung, das Kammerspiel exzessiver. Doch gibt es niemanden mehr, der "Cut!" ruft.