Wer in diesem Sommer mit Haustier verreist, muss vielleicht vorher beim Tierarzt vorbeischauen: Hunde müssen, wenn sie in einem EU-Land Urlaub machen, künftig einen Mikrochip tragen.

Er ist etwa so groß wie ein Reiskorn und wird vom Tierarzt unter der Haut eingesetzt. Jeder Chip trägt eine Nummer, die weltweit einmalig ist. Sie wird zusammen mit den Angaben zu Hund und Halter bei einer Registrierfirma verzeichnet. Die Nummer kann mit einem Lesegerät abgerufen werden, wie es die meisten Tierärzte und Tierheime haben.

Chippen ist weniger schmerzhaft als die vorher üblichen Tätowierungen im Ohr, die zudem oft schlecht zu lesen waren. Die Übergangsfrist, in der auf Reisen auch Tätowierungen anerkannt werden, ist Anfang Juli abgelaufen.

Der Chip bringt dem Halter Vorteile: Büxt ein Hund an Italiens Küste oder einer spanischen Raststätte aus und wird gefunden, ist der Besitzer rasch ermittelt. Vor allem lässt sich mit dem Chip überprüfen, ob der Hund wirklich der ist, für den sein Halter ihn ausgibt. Denn ein Hund darf – wie Katze und Frettchen – nur dann ins EU-Ausland reisen, wenn Herrchen oder Frauchen einen "Heimtierausweis" mitführt. Aus dem Dokument, das Tierärzte ausstellen, geht hervor, dass der Hund gegen Tollwut geimpft ist.

Was kompliziert klingt, soll dem Halter das Reisen einfacher machen: Hat er die Dokumente beisammen, kann er sie für die meisten Europaurlaube nutzen. Für Großbritannien, Schweden, Irland und Malta gelten Sonderbestimmungen.

Informationen zum Beispiel unterwww.wunschhund.de