Jedes Land will sich in ein gutes Licht rücken. Das eine mit seinen Fjorden, das andere mit seinen Elefanten und Giraffen. Und die Ukraine jetzt eben, wie ich der Schachwebseite ChessBase.com entnehme, in einer Kampagne des Außenministeriums mit dem Slogan "Ukraine: The Power of Intellect". Wobei vor allem die Schachspieler als Werbeträger auftreten sollen. Warum auch nicht? Schließlich gewann das Land bei der letzten Schacholympiade 2010 vor über 150 Ländern die Goldmedaille. An der Spitze mit seinem Oberintellektuellen, dem liebenswerten Kauz Wassili Iwantschuk. So weit, so gut.

Doch die andere Seite ukrainischer Intellektualität wird, wenn ich es recht verstanden habe, durchs Boxen repräsentiert. Vielleicht aber auch nicht so abwegig, schließlich will das Land mit seinen Boxweltmeistern, den Gebrüdern Wladimir und Vitali Klitschko, wuchern. Beide mit Doktortitel und nachgewiesenermaßen keine Dummköpfe, die gelegentlich auch Schach spielen.

Ich erinnere mich als Kiebitz einer Partie zwischen Vitali und seinem Freund, dem damaligen Schachweltmeister Wladimir Kramnik, anlässlich des Dortmunder Sparkassen Chess Meeting, die in einem Remis durch freundliches Plaudern endete. Auf ein Boxduell verzichteten die beiden, so kann Kramnik seinen Intellekt weiterhin, allerdings für Russland, einsetzen. Nun aber zurück zu Iwantschuk.

Welcher "Sprung" bescherte ihm als Weißem bei einer Schnellschach-Blindpartie kürzlich in Monaco siegbringenden Vorteil gegen den norwegischen Wunderjüngling Magnus Carlsen?

Lösung aus Nr. 26:
Wie setzt Weiß den schwarzen König in acht Zügen so matt, dass dieser von all seinen acht Bauern umhüllt ist? Auf diesem Weg müssen bis auf diese acht schwarzen Bauern und den weißen Springer b4 alle anderen Figuren vom Brett verschwinden; ausdrücklich nicht erwünscht ist also das zweizügige Matt 1.Sec6+ dxc6 2.Sxc6 matt. Nach 1.Sec6+ dxc6 2.dxe3+ fxe3 3.Th4+ Le4 4.Thxe4+ dxe4 5.Le5+ dxe5 6.Txd8+ Sd5 7.Txd5+ cxd5 8.Sc6 matt stirbt der schwarze König den Erstickungstod