Das soll Gerechtigkeit sein? Das Skandalurteil von Klagenfurt ist Politjustiz gegen einen Unbescholtenen und Unschuldigen. Dieses Fehlurteil wird als Schandfleck in die Geschichte der Justiz eingehen. Vor den Augen der Öffentlichkeit wurde hier klar versucht, die Freiheitlichen in der Person von Uwe Scheuch zu kriminalisieren, weil sie demokratisch durch die Regierung nicht in den Griff zu bekommen sind (zur Erinnerung: Uwe Scheuch ist jener unermüdliche Kärntner Politiker, für den es "part of the game" sei, eine substanzielle Parteispende mit der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu belohnen, wofür er nun in erster Instanz wegen Geschenkannahme als Amtsträger zu sechs Monaten unbedingter und 12 Monaten bedingter Haft verurteilt wurde). Anstatt nach Gerechtigkeit zu suchen, hat der Richter den Willen der politisch Etablierten in Österreich im Gerichtssaal eiskalt vollzogen. So etwas kommt sonst nur in totalitären Regimen vor. Die Seriosität der gesamten österreichischen Justiz ist nun endgültig durch das skrupellose Agieren gewisser Kreise, zu denen der Klagenfurter Richter genauso gehört wie der grüne Leiter der sogenannten Korruptionsstaatsanwaltschaft, massiv bedroht. Während in Österreich verurteilte Kinderschänder oder Gewalttäter mit Glacéhandschuhen angegriffen werden, wird auf einen unbescholtenen Politiker, der nicht einmal die theoretische Möglichkeit gehabt hätte, den ihm vorgeworfenen Tatbestand zu begehen, mit dem juristischen Bihänder eingeschlagen.

Um mit diesem grandiosen Feuerwerk an Gags und Pointen auf den Offenbarungseid einer "Gesinnungsjustiz" zu reagieren, benötigt der freiheitliche Satirebeauftragte Herbert Kickl, nebenbei auch Propagandareferent der FPÖ, keine 90 Minuten. Keine abgegriffenen Phrasen, keine müden Witze, keine verbrauchte Formulierung. Absurd und genial. Wir, die wir von Berufs wegen unterhaltsam sein wollen, sollten uns geschlagen geben. Kollege Kickl ist nicht zu überbieten.