Der Physikstudent Matthias Wüllenweber war es leid, als Spitzenbrett der Schachmannschaft der Universität Edinburgh mit einem Wust an Büchern und Karteikarten voller Varianten zu trainieren, und programmierte deshalb seine eigene Datenbank Chessbase . Doch was ihm selbst nützte, warum sollte es nicht allen Schachspielern frommen? Und er machte sich im Jahre 1986 mit seinem Kompagnon Frederic Friedel zum damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow nach Basel auf, der dort gerade in einem Wettkampf den Engländer Tony Miles demolierte. Kasparow begriff sofort, was das bedeutete: "Das ist für das Schach die größte Neuerung seit der Erfindung des Buchdrucks!" Das war vor 25 Jahren, und aus den Anfängen mit gerade 200 Partien wurde die größte Datenbank der Welt, deren Fundus bis ins Jahr 1475 zurückreicht.

Nahezu jeder gute Spieler tüftelt heute seine Eröffnungen mithilfe von Chessbase aus. Noch bekannter dürfte indes das weltweit führende Programm Fritz (welches 2006 in Bonn den russischen Weltmeister Wladimir Kramnik besiegte, aber auch für jedermann als stets verfügbarer Schachlehrer dienen kann) sein. So erinnerte sich zum 25. Geburtstag der Hamburger Firma in einer bewegenden Videobotschaft auch der aktuelle indische Weltmeister Viswanathan Anand an seinen treuen Wegbegleiter Fritzi . Kleine Anands ab acht Jahren halten sich indes mehr an das vielfach preisgekrönte Programm Fritz & Fertig, welches oft auch in Schulen eingesetzt wird, unter anderem mit dieser Aufgabe. Wie gewinnt Weiß am Zug?

Lösung aus Nr. 31:

Mit welchem Paukenschlag gewann Weiß "aus dem Nichts heraus"? Nach dem Läuferopfer 1.Le6! war Schwarz in allen Varianten verloren. So verlöre 1...fxe6 wegen 2.Tc7! die Dame: 2...Txc7 3.Txc7 Dxc7 4.Sxe6+ nebst 5.Sxc7 und 1...De8 wäre wegen 2.Tc7! (noch besser als 2.Lxc8) hoffnungslos. Schwarz versuchte noch 1...Txc3 2.Lxd7 Txc1 3.Dxc1 Txd7, stand aber ohne Dame auf verlorenem Posten