Er könnte als Handlanger jenseits der Grenze eine ganze Reihe von Jobs übernehmen, aber er will es nicht. "Es lohnt sich einfach nicht", sagt der 28-jährige Krzysztof Stefański aus Bielsko-Biała in Polen. Früher hätte man sich hier im Süden des Landes die Finger geleckt nach einem Arbeitsplatz beim großen deutschen Nachbarn, jetzt genügt das, was es in der Heimat gibt. Mitunter mäht Stefański Gras, dafür bekommt er vier Euro die Stunde. Manchmal schuftet er am Bau, da sind über zwölf Euro drin. "Ich habe mir Angebote in Deutschland angeschaut. Da hätte es auch vier Euro gegeben. In Polen verdiene ich also mehr und wohne außerdem zu Hause."