Dearest Albert – Seite 1

Schwach ist seine Hand geworden, jede Zeile bereitet ihm Mühe. Aber zu dringlich ist die Angelegenheit, als dass er der Müdigkeit nachgeben könnte. Denn es droht Krieg, Krieg mit den USA. Die Tatsache, dass sein Land, sein England, im Begriff steht, sich auf einen Waffengang gegen die amerikanische Union einzulassen, und dies aufseiten der sklavenhaltenden Südstaaten, das dreht dem Kranken im wahrsten Sinne des Wortes den Magen um. Just der Vorsitz über die Gesellschaft zur Abschaffung der Sklaverei war eines der ersten öffentlichen Ämter, die man ihm als misstrauisch beäugtem Ausländer in England zugebilligt hatte, und er hatte es gern und aus vollster Überzeugung angenommen. Er weiß: Starke Kräfte in der englischen Regierung sind für eine Anerkennung der Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg, der gerade begonnen hat. Es hat erste Zwischenfälle zwischen der Marine der Nordstaaten und den Engländern gegeben. Doch eine Kriegserklärung an die Regierung Lincoln – das darf nicht sein!

Unter dem Datum des 1. Dezember 1861 bringt Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, Prinzgemahl Ihrer Majestät, Königin Viktorias, gegen Schmerzattacken und Fieberschübe ankämpfend seine Gedanken zu Papier. Er mahnt, das Säbelrasseln einzustellen und eine diplomatische Lösung zu suchen. Und tatsächlich setzt er sich durch, sehr zur Freude der meisten britischen Bürger, die wie Prinz Albert mehr Sympathien für den Norden hegen als für die Sklavenhalter im Süden. Es ist Alberts letzter diplomatischer Triumph. Er wird ihn nicht mehr genießen können.

Es steht schon seit Monaten schlecht um ihn. Ruhelos wandert er in Schloss Windsor von Raum zu Raum, dann wieder windet er sich mit Magenkrämpfen in seinem Bett. Er ist gerade 42 Jahre alt und ahnt doch, dass die Krankheit, dass der Krebs ihn umbringen wird.

Begonnen hat dieses Leben fern dem Weltmachtzentrum London, im pittoresk-unbedeutenden Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld. Hier im biedermeierlichsten Deutschland wird Albert am 26. August 1819 geboren. Als Zweitältester hat er keine Aussichten, das Ländchen, das seit 1826 den Namen Sachsen-Coburg-Gotha trägt, je selbst zu regieren. Die Zukunft des ernsten und bildungsbeflissenen Prinzen – er studiert ein Jahr lang an der als "liberal" geltenden Universität im preußischen Bonn – muss jenseits der engen Landesgrenzen liegen. Vielleicht sollte er es machen wie so viele Mitglieder der Familie: Zielstrebig gehen sie dynastische Verbindungen ein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird es kaum einen europäischen Fürsten-, Königs- oder Kaiserhof geben, der nicht über irgendein Zweiglein des Stammbaums mit den Sachsen-Coburg-Gothas verwandt ist.

Besonders erfolgreich agiert Alberts Onkel Leopold, der Bruder seines Vaters Ernst. Zunächst heiratet er Charlotte, die Prinzessin von Wales, und wäre damit beinahe der Mann an der Seite der nächsten englischen Königin geworden. Doch Charlotte stirbt am 6. November 1824 an den Folgen einer Fehlgeburt und den bescheidenen Fähigkeiten der Geburtshelfer jener Zeit. Die Engländer betrauern sie wie erst 173 Jahre später eine andere früh zu Grabe getragene Prinzessin. Witwer Leopold aber wird 1831 König eines neu gegründeten Reiches: Belgien.

Nicht nur für Albert ist Leopold väterlicher Freund und Oheim. Noch jemand nennt den belgischen König ihren "lieben Onkel" . Es ist ein im Londoner Kensington Palace unter drückender Bewachung heranwachsender Teenager namens Viktoria. Mit der Thronfolge hat sie eigentlich nicht viel zu tun. Ihr Vater ist ein Bruder des englischen Königs Wilhelm IV., ihre Mutter Leopolds Schwester und damit die Schwester auch von Alberts Vater Ernst.

Der Zufall will es, dass ausgerechnet diese Viktoria plötzlich in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Wilhelm IV. stirbt, wie zuvor sein Bruder und Vorgänger Georg IV., ohne Thronfolger. So wird schließlich sie, Wilhelms Nichte, Kronprinzessin und am 20. Juni 1837, gerade 18 Jahre alt geworden, Königin. Sie soll, nach all den unbeliebten Monarchen aus dem deutschen Haus Hannover, die seit 1714 an der Themse regieren, den matten Glanz der Krone wieder aufpolieren.

Die junge Viktoria wird von einer Welle der Begeisterung getragen und macht sich mit Enthusiasmus an die Regierungsgeschäfte – in den Grenzen, die das britische System dem Monarchen setzt. Sie fühlt sich wohl in ihrer Rolle, an eine Ehe denkt sie nicht.

Doch Premier Lord Melbourne drängt auf Heirat. Die Zeiten der "jungfräulichen Königin" Elisabeth I. sind lange vorbei, das Privileg der Ehelosigkeit gewährt das 19. Jahrhundert keiner Monarchin mehr. "Eine Frau", so rät ihr Melbourne väterlich, "sollte nicht zu lange allein sein, egal welche Position sie einnimmt." Kandidaten gibt es, aber Viktoria ist nicht leicht zu beeindrucken; zwei niederländische Prinzen hat sie schon vor ihrer Thronbesteigung als Langweiler nach Hause geschickt.

Ein König, wenn auch ohne Titel

Es ist vor allem Onkel Leopold, der Viktoria den Cousin aus merry old Germany ans Herz legt. Bei einem ersten Englandbesuch 1836 hat Albert mit seiner Neigung zur Seekrankheit und der Angewohnheit, früh schlafen zu gehen, die temperamentvolle Viktoria kaum beeindruckt. Doch er nutzt seine zweite Chance. Als der groß gewachsene Prinz am Abend des 10. Oktober 1839, abermals blass von der stürmischen Überfahrt über den Kanal, vor ihr steht, ist es um die königliche Contenance schnell geschehen. Er sei beautiful, vertraut sie ihrem Tagebuch an, und drei Tage darauf ist er dearest Albert. Am 15. Oktober macht Viktoria dem drei Monate jüngeren Besucher aus Coburg einen Heiratsantrag. Er nimmt an – begeistert von der Cousine, verblüfft und verliebt.

Albert versucht mit allen Mitteln, England zu modernisieren

In den tonangebenden Kreisen und in der Presse ist man weniger charmiert. Deutsche kommen in der Unbeliebtheitsrangliste gleich nach den Franzosen. Die Welfen auf dem Thron haben keinen guten Eindruck hinterlassen. Auch halten viele einen Prinzen aus einem so bescheidenen Ländlein einer Königin für unwürdig, die – nominell – über Kanada und Indien, über Australien und weite Teile Afrikas herrscht. Das Parlament weigert sich, Albert überhaupt nur zum peer, zu einem britischen Adeligen zu machen, die Apanage für Prinzgemahle von zuvor 50.000 Pfund wird auf 30.000 Pfund gekürzt. Immerhin darf er englischer Staatsbürger werden. So bleibt die Hochzeit am 10. Februar 1840 im Londoner St.-James’s-Palace fast eine private Feier.

Viktoria ist glücklich. In Briefen und Tagebucheintragungen feiert sie den Gatten. Doch Albert fällt die neue Rolle zunächst schwer. Er spricht Englisch mit starkem deutschem Akzent, er wirkt unsicher, manchem erscheint er hochmütig.

Zunächst beschränkt er sich auf das "Haus"; unter seiner Anleitung entsteht der erste Katalog der königlichen Kunstsammlung. Stets an der neuesten Technik interessiert, beginnt er die royale Welt behutsam nach außen zu öffnen: Der Fotoapparat hält Einzug in die Schlösser von Buckingham und Windsor, dann auf den Landsitzen Osborne House (Isle of Wight) und Balmoral in Schottland. Inszenierungen der wachsenden Sippe in schlichtem Habitus gelangen unters Volk – das Bild von einer modernen bürgerlich-königlichen Familie bildet sich heraus.

Am 21. November 1840 hat Viktoria ihr erstes Kind, die Tochter Vicky, zur Welt gebracht; im nächsten Jahr schenkt sie der Nation den Thronfolger Albert Edward (er wird indes bis zu seinem 61. Lebensjahr auf die Krone warten müssen). Sieben weitere Kinder folgen. Die für einen Mann des 19. Jahrhunderts ungewöhnliche Tatsache, dass Albert bei den Geburten dabei ist, rechnet sie zwar dem Gatten hoch an, doch hasst die Königin Schwangerschaften ("eine Pest").Und auch mit kleinen Kindern kann sie nichts anfangen, ganz im Gegensatz zu Albert, der ein geradezu kindernärrischer Vater ist.

Die Schwangerschaften und die Erholungszeiten nach den Geburten sind Phasen, in denen Albert immer mehr die Geschäfte der Monarchie führt; die Memoranden der Königin entstammen bald mehrheitlich seiner Feder. Anders als Viktoria, die sich zu Beginn ihrer Regierungszeit als Parteigängerin der liberalen Whigs zu erkennen gegeben hat, sieht Albert die Monarchie modern als eine Institution, die über den Parteien steht und wenn nicht auf Einfluss, so doch auf jede unmittelbare Intervention verzichtet. 1848 indes kommt es zu harten Auseinandersetzungen mit dem langjährigen liberalen Außenminister und Premier Lord Palmerston, dessen Sympathie für die Revolution überall in Europa die gekrönten Häupter verärgert, nicht zuletzt in den Klein- und Kleinstmonarchien Deutschlands.

Für viele Zeitgenossen ist Albert ein König, wenn auch ohne Titel (selbst den Prince Consort, den Prinzgemahl, billigt man ihm erst 1857 zu). Aber ein König ganz neuer Art: ein Arbeitstier, das sich ohne jeden Herrschaftsanspruch an den Diskussionen der Gesellschaft beteiligt. In allen Bildungsfragen engagiert, kandidiert Albert im Februar 1847 für das Amt des Kanzlers der Universität Cambridge und wird – im dritten Wahlgang – auch gewählt. Die Renaissance der reichlich angestaubten Hochschulen von Cambridge und Oxford wie der Aufschwung der erst 1836 gegründeten University of London sind nicht zuletzt Alberts Einsatz zu verdanken.

Von seinem Glauben an den wissenschaftlichen Fortschritt getragen, macht er sich auch an sein größtes Projekt. Im Sommer 1849 beginnt er mit der Planung der Great Exhibition, der ersten Weltausstellung. Er ist Spendeneintreiber, Programmgestalter und Co-Architekt in einem. Im Hyde Park errichten zweitausend Arbeiter nach den Plänen des Botanikers und Architekten Joseph Paxton den Crystal Palace, eine lichtdurchflutete Halle, ein riesiges Gewächshaus aus Stahl und 293655 Glasplatten, mehr als 560 Meter lang und 40 Meter hoch. Dies soll der Ort werden, an dem alle Nationen ihre besten Produkte, ihre brillantesten Ideen vorstellen. Der Chor der Bedenkenträger ist lautstark: Der gläserne Palast werde den Besucherströmen nicht gewachsen sein, die verbrauchte Luft werde Tausende ersticken lassen und, schlimmer noch, Verbrecher und ausländische Anarchisten würden London überrennen.

Doch schon die Eröffnung am 1. Mai 1851 durch Viktoria und Albert wird ein Triumph. Gut 700.000 Menschen säumen die Straßen, als die königliche Familie zum Hyde Park fährt. Aus der ganzen Welt kommen in den nächsten fünfeinhalb Monaten Menschen zu einem friedlichen Völkerfest nach London, schreiten staunend durch die Schau der Superlative, in deren Mittelpunkt natürlich die neuesten Dampfmaschinen stehen und die Entwicklungen in der Telegrafie. Albert selbst hat ein Musterwohnhaus für Arbeiter nach eigenem Entwurf beigesteuert, selbstverständlich mit einem modernen Bad.

Das prophezeite Chaos bleibt aus. "Unter den dreißigtausend Menschen, die an diesem Tag mit mir dort waren", notiert die Schriftstellerin Charlotte Brontë erstaunt, "konnte nicht ein lautes Geräusch gehört, nicht eine ungeordnete Bewegung gesehen werden – die lebende Welle rollte ruhig voran, mit einem tiefen Murmeln wie ein ferner Ozean." Als die Ausstellung am 11. Oktober ihre Pforten schließt, hat man 6.063.986 Besucher gezählt. Viktoria ist selig: "Mein geliebter Mann der Schöpfer dieses ›Friedensfestes‹ – God bless my dearest Albert, God bless my dearest country!"

Die Welt bleibt nicht lange friedlich. Drei Jahre später schon führt England Krieg gegen Russland, das seit Jahrzehnten unter dem brutalen Zarendiktator Nikolaus I. ächzt. Die Boulevardpresse ist begeistert, Albert aber warnt. Und er sollte recht behalten: Zwar gelingt es den Briten zusammen mit ihren Verbündeten, im Krimkrieg Russland vom Griff nach dem zerfallenden Osmanischen Reich abzuhalten, doch die Verluste der britischen Armee sind desaströs.

Sein Zustand verschlechtert sich

Bösartige Gerüchte machen Albert zum Sympathisanten der preußischen Regierung, die, wie immer, vor St. Petersburg kuscht. Tatsächlich spielt Preußen in den Planungen oder, besser gesagt, in den Träumen des Prinzen eine wichtige Rolle – doch in ganz anderer Hinsicht. Albert hofft auf ein geeintes Deutschland nach dem Muster des Vereinigten Königreichs und darauf, dass Preußen vorangehen werde. Im Januar 1858 heiratet die von ihm in politischen Fragen so eingehend unterrichtete älteste Tochter Vicky "Fritz", den Sohn des preußischen Prinzen Wilhelm.

Seinen Tod wird sie nie verwinden

Wilhelm steht unmittelbar davor, von seinem kranken Bruder Friedrich Wilhelm IV. die Herrschaft in Preußen zu übernehmen. Doch mit diesem tumben Hohenzollern, der 1871 Deutschlands Kaiser wird, verbindet Albert keine gute Erinnerung. Als Wilhelm, der im Volk verhasste "Kartätschenprinz", nach der Märzrevolution 1848 ins Londoner Exil fliehen musste, hat ihm Albert Vorträge über die Vorzüge einer konstitutionellen Monarchie gehalten – ohne jede Resonanz.

Auch die Heirat zwischen Vicky und Fritz ist eine Liebesheirat. Alberts rosige Vision aber von einem politisch aufgeklärten, der Moderne zugewandten Preußen, das Deutschland auf konstitutioneller Grundlage einigt, hat mit der Wirklichkeit wenig gemein. Im freudlosen Berlin regieren Reaktion und Militär, und nur zu bald wird Vicky und ihrem Mann eine übermächtige Nemesis erwachsen: Ministerpräsident Otto von Bismarck, der die selbstständige, liberale Prinzessin hasst und sie abschätzig nur "die Engländerin" nennt. Nach dem Tod Wilhelms I. 1888 erlangt ihr Fritz sterbenskrank den Thron und regiert als Kaiser Friedrich III. gerade noch 99 Tage. Ihrer beider Sohn aber, Kaiser Wilhelm II., wird Deutschland in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts führen, den Ersten Weltkrieg.

Anders als Vicky bereitet der erstgeborene Sohn Albert wenig Freude, ja, den Ärger mit dem Prinzen von Wales sieht mancher Biograf Alberts als Grund für dessen frühen Tod. Edward, der spätere König Edward VII., erscheint als das vollkommene Gegenteil seines Vaters. "Bertie" ist faul und dumm, dafür aber mit beträchtlichem Charme ausgestattet. Als er seine militärische Ausbildung absolviert, bugsieren ihm wohlmeinende Kameraden eine junge "Schauspielerin" ins Bett. Albert ist zutiefst erschüttert, als ihm die "Affäre" zu Ohren kommt – er ist weitaus prüder als seine Gemahlin. Er zitiert den Sohn zu sich. In Cambridge kommt es während eines langen Spazierganges bei strömendem Regen zu einer strengen Aussprache.

Fiebernd kehrt Albert nach Windsor zurück. Schon seit Längerem wird er von Todesahnungen heimgesucht, jetzt verschlechtert sich sein Zustand. Die Ärzte sind ratlos. Die Erkältung kann Alberts lang anhaltenden Schmerz wohl kaum erklären. Sie vermuten eine schwere Infektion der Verdauungsorgane (typhoid fever), doch schließen sie auch einen Magenkrebs nicht mehr aus. Erst am 11. Dezember 1861 erfährt die Öffentlichkeit durch ein Bulletin, dass der Prinzgemahl leidend ist. Auch Viktoria begreift nun, durch Zweckoptimismus der Ärzte getäuscht, wie ernst die Lage ist. Wenige Tage später, am Nachmittag des 14. Dezember 1861, steht Alberts Herz still.

Die Königin, die Großbritannien noch weitere 40 Jahre regiert, wird den Verlust nie verwinden und nicht wieder heiraten. Schon Jahre zuvor hat sie leidenschaftlich bekannt: "Ein reineres, perfekteres Wesen als meinen geliebten Albert kann der Schöpfer gar nicht in diese gequälte Welt entsandt haben." Noch auf dem sorgfältig inszenierten offiziellen Porträtfoto zu ihrem sechzigjährigen Thronjubiläum 1897, vier Jahre vor ihrem Tod, trägt sie am Handgelenk unübersehbar ein Medaillonbildnis Alberts.

Englands politische Klasse teilt diese sakrale Verehrung wohl kaum, doch auch sie ist erschüttert. "Dieser deutsche Prinz", notiert Benjamin Disraeli, später einer der großen Premierminister der viktorianischen Ära, "hat England 21 Jahre lang mit einer Weisheit und einer Energie regiert, die keiner unserer Könige je an den Tag gelegt hat."

England und der Welt hat der Ururgroßvater der heutigen Königin Elisabeth II. ein kleines Königreich ganz besonderer Art hinterlassen: ein Königreich des Wissens, Staunens und Lernens. Von den 186.000 Pfund Gewinn nämlich, den die erste Weltausstellung machte, wurde in Kensington ein Gelände gekauft, auf dem heute das von Touristen wie Londonern gleichermaßen geschätzte riesige Natural History Museum steht. Außerdem: das Science Museum und, natürlich, das nach Viktoria und Albert benannte Kunstgewerbemuseum, das größte der Welt. Unweit davon, nahe dem populären Konzertsaal der Royal Albert Hall, findet sich sein Denkmal, eines von vielen Albert-Denkmälern in England, fast jede Stadt hat eines. Das pompöse Londoner Monument zeigt den Prinzen mit einem aufgeschlagenen Buch in der Hand. Es ist kein Werk der Dichtung oder der Wissenschaft. Es ist der Katalog der Weltausstellung. Als wolle er sagen: Ziel aller Bildung muss allein die eine Welt des Friedens und der Zivilisierung sein.