ZEIT: Und wie ließe sich verhindern, dass ein Roboter einem Menschen Schaden zufügt?

Sharkey: Man könnte alle mit einem großen roten Not-Aus-Knopf versehen. Die Japaner diskutieren das gerade als Vorschrift für öffentlich eingesetzte Roboter.

ZEIT: Jede Industriemaschine hat so einen Knopf. Was unterscheidet Roboter von schnöden Maschinen?

Sharkey: Die beste Antwort darauf gab der Erfinder des ersten industriellen Roboterarms. Er sagte: "Ich kann nicht definieren, was ein Roboter ist, aber ich erkenne einen, wenn ich ihn sehe." Müsste ich selbst eine Definition geben, dann etwa diese: eine Maschine mit Sensoren, die auf die wahrgenommenen Dinge reagieren kann.

ZEIT: Haben Sie persönlich eigentlich Roboter zu Hause?

Sharkey: Ja, ungefähr 40 Stück. Die meisten sind aber inaktiv und liegen in den Regalen meiner Werkstatt. Der Einzige in Betrieb ist jener, der Staub wischt.

ZEIT: Sind Sie zufrieden mit ihm?

Sharkey: Er ist ein guter Roboter – nur leider putzt er ziemlich schlecht. (lacht)

ZEIT: Was hält Ihre Familie von all den Geräten?

Sharkey: Meine vier Töchter waren erst begeistert. Dann habe ich ihnen immer wieder Streiche gespielt, indem ich sie mit Robotern verfolgt oder scheinbar deaktivierte Roboter plötzlich zum Leben erweckt habe. Mittlerweile können sie Roboter nicht mehr ausstehen.

ZEIT: Das klingt alles recht profan. Werden wir jemals so etwas wie Roboterrechte brauchen?

Sharkey: Dazu müsste es erst einmal Maschinen mit Gefühlen geben. Die aber sind ein kultureller Mythos, den die Medien am Leben halten. Seit 25 Jahren heißt es, dass sie in 25 Jahren Realität würden. Ich glaube, das werden wir auch in hundert Jahren noch hören.