DIE ZEIT: Herr Außenminister, die Beziehungen zwischen Ungarn und der EU sind auf einem Tiefpunkt. Was nun?

János Martonyi: Wir nehmen es sehr ernst, dass die EU drei Vertragsverletzungsverfahren gegen uns eröffnet hat. Unsere Einstellung zu Europa ist unverändert. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass Ungarn seinen Platz in einer starken EU hat, die immer enger und tiefer zusammenarbeitet.

ZEIT: Manche Äußerungen Ihrer Regierung zeigen ein tiefes Unbehagen gegenüber Europa. Premierminister Orbán hat gesagt, er beuge sich der Macht Brüssels , aber nicht den Argumenten.