Angst nicht in sich hineinfressen

»Es gibt nichts Schlimmeres, als Angst zu verdrängen oder in sich hineinzufressen«, sagt Bettina Stackelberg, Coach für Selbstbewusstsein . Dies verursache mehr Stress, als eine unangenehme Person darauf anzusprechen. »Jammern, ohne etwas zu tun, gilt nicht«, sagt Stackelberg. Angst macht ohnmächtig. Wer handelt, fühlt sich wieder stärker. Vielleicht weiß der Angstmacher gar nicht, wie er wirkt. Dann kann ihm eine Rückmeldung sogar helfen.

Darüber reden

Ein gutes Gespräch sollte geplant und vorbereitet sein. Am besten legt man es auf einen ruhigen Tag und spricht so konkret wie möglich. Etwa: »Mich setzt es unter Druck, wenn Sie bei der Arbeit hinter mir stehen und auf meinen Bildschirm schauen. Ich würde es besser finden, wenn ich die Unterlagen fertigstellen kann, bevor wir darüber sprechen.« Die eigenen Wünsche sollten freundlich, aber klar formuliert werden, auch Vorgesetzten oder wichtigen Kunden gegenüber.

Lösungen finden

»Natürlich macht man sich angreifbar, wenn man Ängste ausspricht, aber der Gewinn ist hoch«, sagt Stackelberg. Durch ein Gespräch können beide Seiten Verständnis füreinander entwickeln. Im besten Fall hört das unangenehme Verhalten auf. Wenn sich die Situation allerdings auf Dauer nicht entspannt und unerträglich wird, wechselt man möglicherweise besser den Job. Der Arbeitspsychologe Dormann sagt: »In diesem Fall ist ein Wechsel manchmal die einzige Lösung.«