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Nordfriesland stand selten im Mittelpunkt. Selbst als man in den Sechzigern begann, über die Friesen deutschlandweit Witze zu machen, traf es die Ost- und nicht die Nordfriesen. Auch in unseren Deutschlandkarten fielen die Nordfriesen nicht ein einziges Mal auf, weder waren sie besonders dick noch besonders fromm, noch besonders irgendwas.

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Die Nordfriesen, so schien es, wollen nicht auffallen. Es gelang ihnen bis zum heutigen Tag. Nun aber tritt eine extreme Seite der Nordfriesen zutage: Sie spielen besonders gerne Skat. Nur in Altenburg in Thüringen, wo das Spiel 1820 erfunden wurde, gibt es noch mehr Vereine. Dort allerdings endet die Skatfreude bereits hinter der Stadtgrenze. Tief verwurzelt in der thüringischen Kultur ist das Spiel also nicht. Vielleicht spielen die Nordfriesen ja deshalb so viel Skat, weil es zu ihrem unauffälligen Gemüt passt: Die Bauern oder Buben zählen mehr als Könige und Damen. Dass die Spielidee im Osten nur begrenzt Gefallen fand, hätte der DDR zu denken geben müssen.