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Die Mütze mit der Aufschrift "Pöhler", getragen von Jürgen Klopp, muss in der Tradition der Berlin-Jacken (Anfang nuller Jahre) gesehen werden und in der jener Regenschirme, auf denen "Sauwetter" steht. Solche Utensilien werden üblicherweise doof gefunden, anders als die Kloppsche Mütze.

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Dass die ein Erfolg wurde, ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass die Mütze in ihren ersten Erscheinungstagen ein Rätsel war: Was, bitte, heißt Pöhler? Es ist ein Neologismus, zuvor gab es nur das Verb pöhlen im Ruhrpott, für Fußball spielen (niederdeutsch für pfählen, vielleicht weil Pfähle schnell eingeschlagen werden, so wie sich Bolzen schnell bewegen. Das "Kicken ist übrigens nur im Südwesten dem Bolzen überlegen). Der Fußballer, vor allem wenn er 14 ist, neigt dazu, zu dem, was er tut, nicht Fußballspielen zu sagen, weil das ein langes, kindlich klingendes Wort ist, besteht es doch zu mehr als drei Vierteln aus Ballspielen. Der Fußballer aber sucht das Raue. Auch dann noch, wenn er längst deutscher Pöhlmeister ist.