Diese Schnecken hat Cynthia Barcomi  kreiert, ehemalige Tänzerin mit Philosophie-Abschluss der New Yorker Columbia-Universität. Sie betreibt in Berlin zwei Cafés und war diejenige, die Mitte der neunziger Jahre die amerikanische Patisserie in Deutschland einführte. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, was amerikanische Patisserie überhaupt ist. Man könnte sagen, es sind riesige süße Teigstücke mit Sahne oder einer Creme obendrauf oder mit einem dicken Boden aus Karamell wie diese Hefeteigschnecken. Sie sind für ein spätes Frühstück im Bett eher geeignet als für ein Power-Frühstück mit Geschäftspartnern zwischen sieben und acht Uhr.

Für die Zubereitung braucht man unter anderem Kartoffelpüree. Dafür werden Kartoffeln weich gekocht und mit der Gabel zu einer glatten Masse zerdrückt. Weiche Butter wird dazugegeben, solange die Kartoffeln noch warm sind. Danach werden Ei, Milch und Buttermilch beigemengt – Milch und Buttermilch sollten Zimmertemperatur haben. Dann wird die Hefe hinzugefügt und das Ganze gut vermischt.

Mehl, Zucker und Salz werden in einer Schüssel verrührt und zur Kartoffel-Milch-Mischung gegeben. Zum Vermengen nimmt man einen Handmixer mit Knethaken. Wenn alles vermischt ist, wird der Teig auf der Arbeitsfläche fünf Minuten lang geknetet, bis er glatt und elastisch ist. Die Masse kommt in eine gebutterte Schüssel und wird mit einem feuchten Geschirrtuch abgedeckt. Der Teig geht eine Stunde lang, bis er doppelt so viel Volumen hat wie vorher.

Für den Karamell köcheln Ahornsirup, Butter, Zucker und Sirup in einem Topf, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Karamellmasse wird in eine Springform gegossen, gleichmäßig über den Boden verteilt und mit einer Lage Pekannüsse bedeckt.

Für die Füllung werden Sirup und Butter im Topf erhitzt (auf dem Herd oder in der Mikrowelle). Zimt und Zucker vermischt man in einer kleinen Schüssel. Der aufgegangene Teig wird kurz geknetet, aus der Schüssel genommen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche gelegt. Dort wird er 2 Zentimeter dick ausgerollt. Er bildet dann ein Rechteck von 35 Zentimeter Länge und 30 Zentimeter Breite. Den Teig pinselt man mit dem Buttersirup ein, wobei ein 1 Zentimeter breiter Rand frei gelassen wird. Die Zimt-Zucker-Mischung wird großzügig auf dem Teig verstreut. Man rollt den Teig von einem Ende wie einen Teppich (oder eine Yogamatte nach dem Training) gleichmäßig und fest ein. Mit einem scharfen Messer portioniert man die Schnecken, indem man die Teigrolle in 3 bis 4 cm dicke Scheiben schneidet. Sie werden nebeneinander mit einer Schnittseite nach oben in die mit dem Karamell bestrichene Springform gelegt. Der Platz sollte gerade für alle Scheiben ausreichen.

So stehen sie noch mal eine halbe Stunde lang, bevor sie im auf 190 Grad vorgeheizten Ofen eine halbe Stunde lang gebacken werden. 5 Minuten nachdem sie aus dem Ofen gekommen ist, stürzt man die Springform auf eine Platte. Der Ring der Form wird entfernt, der Boden vorsichtig von den Schnecken gelöst. Die Schnecken werden mit dem Messer portioniert, behutsam, damit sie ihre Form behalten. Wenn sie vor einem auf dem Teller liegen, kann man darauf sogar noch Butter streichen.

Zutaten für ungefähr 12 Stück in einer Springform mit 26 cm Durchmesser

Für den Teig
125 g Kartoffeln
60 g weiche Butter
1 großes Ei
125 ml Milch
125 ml Buttermilch
21 g frische Hefe (½ Würfel) oder 1 Päckchen Trockenhefe
650 g Mehl
35 g Zucker
¾ TL Salz

Für den Karamellboden
125 ml Ahornsirup
60 g Butter
50 g Zucker
1 TL Zuckerrübensirup
1 Handvoll Pekannüsse
Für die Füllung
2 EL Zuckerrübensirup 60 g Butter
1 EL Zimt
1 EL Zucker