DIE ZEIT: Herr Wallraff , die Welt am Sonntag behauptet, dass ein enger Mitarbeiter von Ihnen ein Stasi-IM war. Frank Berger habe an Ihrem Erfolgsbuch Ganz unten mitgearbeitet. Sind Sie von der Stasi ferngesteuert worden?

Günter Wallraff: Dass Frank Berger IM gewesen sei und deshalb vor Gericht stand, das konnte man bereits in den neunziger Jahren einer Pressemeldung entnehmen. Dass er bis zur Wende als IM geführt worden sei, ist mir neu. Das hätte er mir beichten müssen, bei dem Vertrauensverhältnis, das wir hatten.

ZEIT: Er soll laut Stasiakten zwei Kapitel Ihres Buches geschrieben haben.

Wallraff: Das hat er nie selber behauptet. Aber dass Stasioffiziere beim Verfassen der Akten die Wichtigkeit ihres IMs übertrieben, das ist bekannt. Berger war sehr jung, als er in die Recherche einstieg. Ich selber war damals in der Rolle des Ali schon ein Jahr unterwegs. Er hat seine Recherchen sehr akribisch gemacht und war sich nicht zu schade, auf einer Baustelle zu arbeiten. Die Stasi hatte am Zustandekommen von Ganz unten keinerlei Anteil.

ZEIT: Haben Sie in den letzten Tagen versucht, Berger zu kontaktieren?

Wallraff: Natürlich, ich will ja auch wissen, ob und wie er da verstrickt war. Aber alle Versuche sind fehlgeschlagen.

ZEIT: Wenn ein Rechercheur zu einem Buch Stasi-IM war, dann fragt man sich doch, wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Recherche ist.

Wallraff: Nein, überhaupt nicht, denn ich habe damals ja alles selbst erlebt und überprüft. Ich habe in den Betrieben zwei Jahre gearbeitet. Da hatte doch die Stasi keinen Einfluss! Für den Springer-Konzern bin ich als linker Autor seit Jahrzehnten ein lieb gewordenes Hass- und Feindbild . Seit ich die Fälschungen und die Hetze der Bild- Zeitung Ende der siebziger Jahre in drei Büchern öffentlich machte, versuchen sie es alle Jahre wieder. Und die Stasi-Unterlagen-Behörde leistet Schützenhilfe, indem sie mich nicht informiert. Da ist etwas oberfaul in der Behörde.

ZEIT: Sie werfen der Stasi-Unterlagen-Behörde also vor, Sie nicht über den Fall Berger informiert zu haben und damit gegen die Informationspflicht der Behörde, also gegen das Stasi-Unterlagengesetz verstoßen zu haben?

Wallraff: Fragen Sie meinen Anwalt. Ich kenne den Fall Berger nur aus der Welt. Die Stasi-Unterlagen-Behörde hat mich als Betroffenen nicht informiert. Jenseits rechtsstaatlicher Verfahren sind diese Informationen an mir vorbei der Springer-Presse zugespielt worden.

ZEIT: Die Behörde sagt, dass durch die Berger-Akten Ihre Persönlichkeitsrechte nicht berührt seien und Sie deshalb auch nicht automatisch informiert werden müssten.

Wallraff: Das stimmt doch nicht. Sie bringen es doch mit mir in Zusammenhang. Mein Anwalt hat noch am Freitag in der Behörde nachgefragt, ob es etwas Neues gibt, da hieß es: Nein. Springer hat es aber doch bekommen. Ich dachte eigentlich, die hätten aus der Vergangenheit gelernt, nachdem Herausgeber und Chefredakteure des Springer-Verlags den Kontakt zu mir gesucht haben. Ich dachte, die wollen aus der stramm rechten Ecke raus.

ZEIT: Wir wollten hier weniger über Springer sprechen als über Berger und Ihre eigenen Stasikontakte. Haben Sie in den achtziger Jahren nie etwas geahnt von Bergers Spitzeltätigkeit?

Wallraff: Nein! Wie sollte ich denn! Er kam aus der Gewerkschaftsbewegung, er war Jungsozialist und übrigens auch kein Topspion, wie das jetzt unterstellt wird, sondern ein kleines Licht. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen in meinem Umfeld schon mal mit dem BND, der CIA oder dem Mossad zu tun hatten.

"Ich wurde von der Spionageabwehr des MfS ausspioniert"

ZEIT: Wie sehen Sie eigentlich Ihre eigene Zusammenarbeit mit der Stasi in den Jahren 1968 bis 1971? Ein Gericht hat zwar entschieden, dass man Sie nicht als IM bezeichnen darf, aber auch erklärt, dass Sie in dieser Zeit zur Stasi Kontakte hatten.

Wallraff: Man hat das sehr umwunden ausgedrückt. Wir haben nicht zusammengearbeitet. Ich habe Archive der DDR benutzt. Dabei war ich der aktive Teil und nicht umgekehrt.

ZEIT: Aber es ist ja bewiesen, dass Sie 1971 einen Stasimitarbeiter in Kopenhagen getroffen haben und ihm Informationen gaben, einem IM Friedhelm, hinter dem sich der Journalist der Ostseezeitung Heinz Gundlach verbarg.

Wallraff: Der war für mich nicht Stasi, sondern ein Freund. Heinz Gundlach hat ganz früh schon meine Reportagen in der DDR gegen etliche Widerstände veröffentlicht, als Kulturredakteur. Ich hatte keinen geheimdienstlichen Grund, nach Kopenhagen zu fliegen, sondern einen libidinösen: Ich habe nämlich eine damalige Geliebte dort besucht. Gundlach, der ohnehin einige Sachen mit mir besprechen wollte – unter anderem ging es um ein Theaterstück von Helene Weigel –, kam dann ebenfalls nach Kopenhagen.

ZEIT: Auf dem Rückweg wurde er in Hamburg verhaftet, mit einem an Sie adressierten Brief, in dem Informationen über Helmut Schmidt standen.

Wallraff: In diesem Brief eines Studenten ging es über zwei oder drei Seiten um meine Arbeit. Er berichtete davon, was er als Werkstudent in Betrieben erlebt hatte. Das war wichtig für Helene Weigel, die ein Stück Nachspiele 2 über meine Fabrikreportagen vorbereitete. Im PS des Briefes schreibt der Student dann, dass er einen Kellner kennt, der früher mal Helmut Schmidt bedient habe. Das ist ein derart banaler Anhang, der geheimdienstlich überhaupt nicht interessant gewesen wäre. Aber daraus wurde dann die ganz große Verschwörungstheorie gemacht.

ZEIT: Über Gundlach wird in den Akten behauptet, er habe Sie damals geworben. Wie ist denn heute Ihr Verhältnis zu Gundlach?

Wallraff: Wir hatten eine Aussprache. Heinz Gundlach hat so etwas nie behauptet, und es steht so auch nicht in den Akten.

ZEIT: Warum bitten Sie ihn nicht, das öffentlich kundzutun?

Wallraff: Davon nimmt doch keiner Notiz.

ZEIT: Das glauben nur Sie. Wir wüssten gern: War für Sie die DDR am Ende das bessere Deutschland?

Wallraff: Nein. Es gab aber eine Zeit lang – bis ich zum ersten Mal in der Sowjetunion war und Kontakte zu Regimegegnern hatte – die Hoffnung, es würde sich in der DDR ein menschlicherer, demokratischer Sozialismus entwickeln. Diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Rückblickend muss ich sagen, dass ich mir bis Anfang der siebziger Jahre eine falsche Zurückhaltung auferlegt habe, wenn es um Menschenrechtsverletzungen im sozialistischen System ging. Man wusste davon, hat das aber nicht öffentlich thematisiert, weil man sich einem falschen Lagerdenken zugehörig fühlte.

ZEIT: Ist das als eine Selbstkritik zu verstehen?

Wallraff: Durchaus. Man dachte: Wenn man das thematisiert, profitieren die Rechten davon, die wiederum in Chile und Argentinien Militärdiktaturen und in Afrika das Apartheidregime rechtfertigen. Diesen Fehler sehe ich schmerzhaft ein. Die Aufnahme meines 1976 aus der DDR ausgebürgerten Freundes Wolf Biermann bei mir zu Hause war für mich wie ein Befreiungsschlag. Ich organisierte Solidaritätsinitiativen für ihn. Da wurde ich natürlich zum Staatsfeind nun auch der DDR stilisiert. Es wurde dort nichts mehr von mir veröffentlicht – auch meine Bild- Trilogie nicht. Ich sei, so geht es aus den Akten meines verstorbenen Freundes Jürgen Fuchs hervor, "zu observieren und zurückzudrängen". Ich wurde mit einer Einreisesperre belegt, und ich wurde, wie aus den Akten hervorgeht, von der Spionageabwehr des MfS ausspioniert. Die Einreisesperre wurde erst 1987 während der Gorbatschow-Ära aufgehoben, als mein Buch Ganz unten auch in der DDR erschien.

"Man tut mir zu viel der Ehre an – Anarchist war ich nicht"

ZEIT: Wieso fällt es Ihnen immer noch so schwer, Ihre Stasikontakte als Fehler einzugestehen?

Wallraff: Ich habe das Ausmaß der Stasiunterwanderung damals wirklich nicht gekannt. Die totale Durchdringung bis in die Familien hinein, davon wusste ich nichts. Da ging es um Recherchen im Pressearchiv. Und ich hatte mit Leuten zu tun, die nicht wirkten wie klassische Agenten. Das waren aufgeschlossene, freundliche Herren.

ZEIT: Wussten Sie, dass das Stasileute waren?

Wallraff: Nein, sie wurden mir als Mitarbeiter des Pressezentrums vorgestellt. Ich wollte ja an bestimmte Unterlagen ran. Beim Erstkontakt ging es um Akten über den Gestapo-Chef im Warschauer Ghetto, Ludwig Hahn, der unbehelligt und hoch angesehen in Hamburg lebte und an der Ermordung von über 100.000 Juden beteiligt war. In der DDR hatte man einen von Hahns ehemaligen Mitarbeitern gefasst, und daher kam ich an Protokolle. Die habe ich heute noch.

ZEIT: Und was war Ihre Gegenleistung?

Wallraff: Die wollten doch nichts von mir! Die wollten zeigen, wie entgegenkommend sie sind.

ZEIT: Und wer ist dann IM Wagner? Wieso bekamen Sie diesen Decknamen ?

Wallraff: Das ist ein Eintrag von einem Mitarbeiter im Pressezentrum. Der gewann durch den Kontakt zu mir an Ansehen und maß dem in den Akten eine Bedeutung bei, die es für mich nicht gab.

ZEIT: Wussten Sie, dass Sie als Quelle benutzt wurden?

Wallraff: Nein! Die haben den Teufel getan, mir das zu sagen.

ZEIT: Also, Sie sagen, IM Wagner waren nicht Sie?

Wallraff: Doch, damit bin ich schon gemeint. Aber in einem ganz anderen Sinn. Wir haben miteinander gesprochen. Sie bemühten sich um mich, aber sie verfügten nicht über mich. Der sogenannte Führungsoffizier führte nicht mich, sondern eine Akte. Ich lese Ihnen mal daraus vor: "Bei Wagner handelt es sich um einen der BRD gegenüber sozialkritisch eingestellten Schriftsteller. In unserer Haltung und Einschätzung zur BRD ließ er Gemeinsamkeiten erkennen, welche zur Herstellung der Verbindung und zum Ausbau des Kontaktes genutzt wurden. Dabei war bis 1972 eine gewisse positive Entwicklung zu verzeichnen, die jedoch nicht kontinuierlich verlief, da sie durch anarchistisches Verhalten unterbrochen wurde." Weiter heißt es: "Wagner verfügt über gutes Allgemeinwissen. Bei seinen Recherchen zeigt er Raffinesse und taktisches Vermögen. Seine Arbeitsmethode ist die der unkommentierten Wiedergabe sachlicher Beobachtungen." Wo er recht hat, hat er recht.

ZEIT: Also sind die Akteneinträge doch zutreffend!

Wallraff: Man tut mir zu viel der Ehre an – Anarchist war ich nicht. Hier schreibt der sogenannte IM Friedhelm über mich: "W. ist mir seit vier Jahren bekannt. In dieser Zeit hat er sich zu einem Verbündeten entwickelt. Er hat gelernt, in dieser Zusammenarbeit" – also, diese Bemerkung ist natürlich interessengeleitet, denn er wollte auch zeigen, was er für einen tollen Einfluss auf mich hat – "eine Möglichkeit zur Veränderung von Verhältnissen in Westdeutschland zu sehen."

"Springer hat mich schon früher auf absurde Weise verteufelt"

ZEIT: Also doch Zusammenarbeit und kein Dissens mit der Stasi?

Wallraff: Natürlich auch Dissens. Am Ende heißt es: "Mit W. kann man nicht mehr zusammenarbeiten. Er ist völlig unzuverlässig." Dann vermuten sie eine Zusammenarbeit mit einem feindlichen Geheimdienst. Damit endet meine Akte bei der DDR.

ZEIT: Könnten Sie nicht einmal im Nachhinein zugeben, dass die Sie damals benutzt haben und dass der ganze Kontakt eine Jugendsünde war, die Sie bereuen?

Wallraff: Nein, das war eine versuchte Vorteilsnahme durch die Stasi, die erfolglos blieb.

ZEIT: Sie glauben, Sie haben der Stasi nichts gebracht?

Wallraff: Diese Akten wurden von Menschen angelegt, die sich auch selber wichtigmachen wollten. Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass ich mich den Dissidenten verbunden fühlte, mich "nicht vom marxistisch-leninistischen Standpunkt" leiten ließe und Anhänger der katholischen Soziallehre sei. Es wird jetzt so getan, als hätte ich zwischen 1968 und 1971 ein nie verjährendes Kapitalverbrechen begangen. Die Akten werden immer wieder aufgewärmt, mit dem Ziel, meine Arbeit zu diskreditie-ren und mich menschlich als Drecksau erscheinen zu lassen. Zum Glück haben die seriösen Zeitungen diese neue Kampagne der Springer-Presse durchschaut. Es war ein erneut gescheiterter öffentlicher Hinrichtungsversuch.

ZEIT: Verhindert öffentliche Kritik, dass man sich selber kritisch mit seiner Biografie auseinandersetzt?

Wallraff: Also, das tue ich schon. Ich stelle mich selber infrage, sonst könnte ich mich auch nicht in andere hineinversetzen. Aber Springer hat mich schon früher auf absurde Weise verteufelt.

ZEIT: Hat die Öffentlichkeit nicht auch ein legitimes Interesse, über die jüngste deutsche Geschichte aufgeklärt zu werden? Auch gegen das Interesse der damals Beteiligten?

Wallraff: Ich war immer der Meinung, dass das Recht aufseiten der Opfer sein muss.

ZEIT: Den Opfern ist wichtig, dass die Wahrheit über die Diktatur gesagt werden kann.

Wallraff: Was ist die Wahrheit? Es gibt Annäherungen. Aber keiner hat die Wahrheit gepachtet. Weder die Stasi-Unterlagen-Behörde noch sonst wer.

ZEIT: Der neue Behördenleiter Roland Jahn legt Wert darauf, dass auch er die Wahrheit nicht gepachtet hat. Wenn Sie seiner Behörde vorwerfen, Sie nicht informiert zu haben, was könnte der Grund sein?

Wallraff: Sprechen Sie darüber mit Roland Jahn ! Mein Gott, was sind Sie rechtsgläubig! Als könne es so was bei uns nicht geben.

"Unsere Geheimdienste können jederzeit in die Akten Einsicht nehmen"

ZEIT: Noch mal: Warum sollte die Behörde so mit Ihnen verfahren?

Wallraff: Aus medialen Machtinteressen, die bedient werden sollen. Mir passiert das zum wiederholten Male. Ich wurde ja auch in den Neunzigern schon nicht informiert, das habe ich erst durch einen Anwalt erwirkt. Das müssen Sie einfach mal zur Kenntnis nehmen.

ZEIT: Der Fall Berger ist auch deshalb interessant, weil er aus einem heiklen Aktenbestand stammt, nämlich dem der Hauptverwaltung Aufklärung, sprich der Westaufklärung, die sich im Zuge der Wende selbst auflösen durfte und ihre Akten weitgehend vernichtet hat. Allerdings finden wir durch die von der CIA gesicherten Rosenholz-Dateien immer noch Neues. Fürchten Sie sich vor dem, was noch ans Licht kommen könnte?

Wallraff: Im Gegenteil. Weil alles, was rauskommt, das bisher Bekannte nur zu meinen Gunsten relativiert. Ich war immer für die Öffnung der Stasiakten, damit nicht jeder alles behaupten kann. Ich bin froh, dass meine neun Seiten überhaupt auftauchten. Denn vorher gab es ja die wildesten Gerüchte. Hätten wir in der Nachkriegszeit so was wie die Stasi-Unterlagenbehörde für die NS-Vergangenheit gehabt, hätte man nicht in Archiven in Ost-Berlin oder Moskau Einblick nehmen müssen.

ZEIT: Es wäre Ihnen also lieber, alle Akten wären noch da?

Wallraff: Ja. Dann hätte ich nämlich selber die Akten zu Berger. Aber so habe ich null Komma nichts. Obwohl andere es haben. Und Sie halten das scheinbar für unmöglich. Dabei sollten Sie wissen, dass Geheimdienste Zugang zur Behörde haben und nicht Rechenschaft ablegen müssen. Oder ist Ihnen das unbekannt?

ZEIT: Davon hören wir zum ersten Mal. Aber was spielt das in unserem Interview für eine Rolle?

Wallraff: Da haben Sie eine Bildungslücke. Unsere Geheimdienste können jederzeit in die Akten Einsicht nehmen und auch Personen, die ihnen zu Diensten sind, sperren lassen.

ZEIT: Eigentlich dürfen Nachrichtendienste ja grundsätzlich nicht an die Stasiunterlagen. Begründete Ausnahmen, zum Beispiel zum Zweck der Strafverfolgung, sind in einem extra Paragrafen des Stasi-Unterlagengesetzes streng geregelt. Haben Sie die Behörde denn nach der Veröffentlichung in der Welt am Sonntag angerufen und die Akteneinsicht nochmals gefordert?

Wallraff: Ich habe Wichtigeres zu tun. Es gibt auch heute menschenunwürdigste Zustände in Betrieben, von denen mir ständig Menschen berichten, in der Hoffnung, dass ich das veröffentliche, damit sich etwas ändert.

ZEIT: Und Sie werden auch in den nächsten Tagen die Behörde nicht anrufen, um sich zu beschweren?

Wallraff: Nein, da hat die Behörde eine Bringschuld.