Seinem Lächeln kann man einfach nicht widerstehen. Und so findet sich in der Branche auch niemand, der Böses über ihn sagen möchte. Stattdessen Lob und Anerkennung, wohin man hört. Allenfalls munkeln mal ein paar Insider, er habe es heimlich faustdick hinter den Ohren, sei ein Leichtfuß (aber auch das muss ja keineswegs negativ sein). Genaueres weiß aber keiner – wozu auch? Wer so lächeln kann, das möchte man gern glauben, ist auch ein feiner Kerl. Und wenn der dann beteuert, dass ihm seine Jugendsünde heute leid tue (man entzog ihm den Führerschein, weil er angetrunken Auto fuhr), dann ist vergeben und vergessen, was dem Sunnyboy-Image sonst noch schaden könnte. Zum Beispiel, dass sein Temperament mitunter mit ihm durchgeht (was ja schon andere Helden vor ihm zu tragischen Figuren mutieren ließ). Ach egal, kurze Sendepause und dann weiter wie gehabt – und "cheese!".

Ganz offensichtlich genießt er die Sympathien, die ihm entgegen fliegen. Nicht nur aus Eigennutz. "So kann ich meinen Job besser machen", sagt er gern und setzt das Versprechen noch lieber stante pede in Taten um. Auch zuletzt hat er wohl daran geglaubt, dass die Sache noch gut ausgehen möge, obwohl viele skeptisch zuschauten. Einer für alle, alle für einen, so lief es ja zuvor ganz passabel – doch diesmal machten andere es letztlich besser. Und wie soll einer allein auch retten, was das Team verbaselt – selbst wenn er sich, so das Lob vom eher wortkargen Chef, "immer auch für andere einsetzt"? Kein Wunder, dass das Siegerlächeln müder wirkte als sonst. Die eine oder andere Flaute hat er auch schon weg stecken müssen. Als es zum Beispiel auf dem Gipfel nicht klappen wollte, hat er die Leine gekappt und ging dahin zurück, wo er besser durchatmen konnte (obwohl er das mit der dünnen Luft aus seinem Geburtsland kennt). "Es ist wichtig, den Kopf im Griff zu haben", lautet das Motto des Weltbürgers mit den zwei Pässen. Manche meinen zwar, er hätte mehr Kampfgeist zeigen sollen – er aber erwies sich als erstaunlich defensiv. Setzte sich einfach ein neues Ziel. Denn ohne Spaß, so lautet eine weitere Maxime, soll man die Schuhe an den Nagel hängen. Wer will da noch bestreiten, dass er ein Lebenskünstler ist?

Und worüber sollte er auch unnötig grübeln? Finanziell hat der Sohn eines Marineoffiziers längst ausgesorgt, züchtet Pferde, investiert in Immobilien, genießt gern mediterrane Küche und einen edlen Tropfen aus Frankreich . Seine früh geschlossene Ehe mit einer ehemaligen Zahnmedizin-Studentin scheint beständig glücklich, drei Kinder wachsen dreisprachig auf, die Welt steht ihm offen, vielleicht mehr denn je. Unlängst hat er verraten, dass er sich noch einen großen Traum erfüllen will – in exakt zwei Jahren. Sein Lächeln bleibt uns daher wohl noch ein wenig erhalten. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 21:

Vom Besuch der Königin von Saba bei König Salomon berichten die Bibel (1. Könige 10, 2. Chronik 9), der Koran (Sure 27), die jüdische Überlieferung und zahllose Erzählungen; das "Hohelied" habe Salomon auf sie gedichtet. Sie brachte Gold, Weihrauch, Myrrhe und Weihrauchsamen nach Jerusalem und habe unterwegs einen Baum angebetet, aus dem später das Kreuz entstand. Das Sabäische Reich im heutigen Jemen galt als das wohlhabendste Arabiens, eine Königin ist um 950 v. Chr. nicht verbürgt. Möglicherweise war sie Regentin, die eine Handelskarawane nach Jerusalem führte. Haile Selassie galt als 235. Nachkomme ihres Sohnes Menelik, der die Bundeslade aus Jerusalem gestohlen haben soll. U. a. eine Tür des Baptisteriums in Florenz , ein Glasfenster der Kathedrale von Canterbury und ein Fresko in Arezzo von Piero della Francesca stellen den Besuch dar