Beim London Chess Classic gab es zu Beginn das Gerücht, es komme auch Boris . Welcher Boris? Boris Spassky, der ehemalige Schachweltmeister? Oder Boris Johnson, der Bürgermeister Londons ? Nun, es war keiner von beiden, stattdessen der seit seinem Wimbledonsieg mit 17 Jahren in England äußerst populäre Boris Becker , der für Magnus Carlsen , die Nr. 1 der Welt, den ersten Zug ausführte. Und nachher zur Freude der Kiebitze, nicht zuletzt Ihres Chronisten, gegen den englischen Großmeister Nigel Short freie Partien spielte. Es war ein schöner Anfang, es war ein schönes Turnier, das Wladimir Kramnik gewann, und es gab ein schönes Abschlussdinner. Dieses findet traditionell im Simpson’s-in-the-Strand statt, wo der deutsche Adolf Anderssen 1851 nicht nur das erste Internationale Turnier der Schachgeschichte, sondern auch die "unsterbliche Partie" gegen Kieseritzky gewann.

Bei diesem Dinner spielten die am Turnier teilnehmenden Großmeister in wechselnder Reihenfolge gegen geladene Gäste. Unter diesen war auch das Parlamentsmitglied der Labour-Partei Rachel Reeves, einst englische Jugendmeisterin U14 und "Schattenfinanzministerin" ihrer Partei, der dann schon einmal der berühmte Harvard-Ökonom (und Schachgroßmeister!) Ken Rogoff und der aktuelle Finanzminister George Osborne von den Tories über die Schulter schauten. Es fehlte nur Peer Steinbrück . Und Rachel sollte als Einzige gegen die Großmeistergilde siegen. Mit welchem Schlag gewann sie hier als Schwarze einen wichtigen Bauern?

Lösung aus Nr. 22:

Welch "krummer" Zug setzte für Schwarz bald matt? Nach 1...Se1! gab Weiß auf, er kann das Matt nicht vereiteln, z. B. 2.Txf7 Dg2 matt , 2.Td2 Tf1+ 3.Lxf1 Txf1 matt oder 2.Dxe1 Txf2 3.Dg1 Df3+ 4.Dg2 Dxg2 matt