ZEITmagazin: Sie sind erfolgreich, genießen hohes Ansehen und Anerkennung. Gab es in Ihrem Leben Momente, in denen Sie am Abgrund standen?

Dieter Wedel:  Ich wurde gerade erst an einen der düstersten Tage meines Lebens erinnert. Vor 55 Jahren, Ende Juni 1957, fiel mein Vater plötzlich neben mir tot um. Ich war 14 Jahre alt. Ich betrat mit ihm und meiner Mutter gerade ein Hotel. Für mich war es das Schlimmste, als man meinen Papa vom Boden der Lobby hochhob und ihn dort auf einen Tisch legte. Von dem Moment an war meine Kindheit und Jugend zu Ende. Ich dachte, mein Papa muss doch jetzt wieder wach werden.