Für gewöhnlich werden Krimis gekauft und von Krimifreunden gelesen, und damit gut. Höhere Bedeutung, publizistische Wellen, gar Debatten in den Kulturteilen überregionaler Zeitungen erregen sie nie. Jetzt allerdings veröffentlicht ein gewisser Per Johansson, markantes Kinn, Seemannsbart, in Malmö geboren, einen Krimi mit dem Titel Der Sturm, schwedisch: Stormen, der in diesen Tagen mehr Beachtung findet, als alle Wallander-Krimis zusammengenommen jemals gefunden haben. Ja, man kann sagen: Die mysteriösen Vorgänge um diesen Krimi sind selbst ein Krimi, mit allem, was dazugehört: einem Detektiv, einem Opfer, einem Verdächtigen und einem Tatmotiv.
"Der Sturm": Schirrmacher in Schweden
"FAZ"-Herausgeber als Mordopfer in einem Krimi? Vermutlich verbirgt sich hinter dem Pseudonym des Autors der Feuilletonchef der "Süddeutschen Zeitung". Ist es Rache, was ihn antreibt?