"Der Schachsport fördert Fähigkeiten wie Konzentration, eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, Kombinationsvermögen und Ausdauer, Fähigkeiten also, die allgemein im Leben von Nutzen sind" (Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker ). Dieser Aufgabe widmet sich die Münchner Schachstiftung, die im vorigen Schuljahr über 600 Schüler an zwölf sogenannten Brennpunktschulen mit hohem Migrationsanteil förderte. Mit schier unglaublichen, auch im Notendurchschnitt sich niederschlagenden Ergebnissen. Wer miterlebt, wie "hoffnungslose Förderschüler" oder "ADHS-Fälle" im Schachunterricht aufblühen, geht wieder beschwingter ins Alltagsleben hinaus. So erging es vermutlich den ansonsten nicht leicht zu entflammenden Beamten des bayerischen Kultusministeriums samt ihrem Chef Ludwig Spaenle bei einem Besuch der Paulckeschule in München-Milbertshofen, an der inzwischen alle (!) 227 Grundschüler Schachunterricht bekommen. Und wer, wie die begeisterte und begeisternde Schachlehrerin Dijana Dengler, von einem zehnjährigen Jungen, der von den Eltern misshandelt wurde und sich selbst in ein Heim einweisen ließ, nach einigen Erfolgen hört: "Jetzt glaube ich zum ersten Mal, dass ich auch etwas kann!", der/die macht mit neuem Mut weiter.

Hier eine reizvolle, wenn auch schwere Aufgabe aus dem "Königsplan". Weiß am Zug scheint rettungslos verloren, doch verblüffenderweise kann er selbst matt setzen. Wie?

Lösung aus Nr. 36:

Wie kann Weiß am Zug in schier aussichtsloser Lage – Figur weniger, entsetzliche Drohung 1...Txc1+ – trotzdem ein Remis erreichen? Nach 1.Txf8+ Lxf8 schafft das Damenopfer 2.Dg8+! das Tempo für das "Einspringen" des Springers g4: 2...Kxg8 3.Sh6+ Kh8 4.Sf7+ Kg8 5.Sh6+ mit ewigem Schach