Der Londoner Trafalgar Square erinnert an selbstredend siegreiche britische Heroen, allen voran auf seiner Säule Admiral Nelson, der 1805 in der Seeschlacht von Trafalgar Napoleon besiegte. Doch beim geplanten "Matrosenkönig" William II ging den Engländern schon vor 170 Jahren das Geld aus – tempora non mutantur.

Inzwischen erfreuen indes auf diesem lange verwaisten Sockel wechselnde Skulpturen das Volk, derzeit ein Knabe auf einem Schaukelpferd. Der offizielle Titel ist Powerless Structures mit der Botschaft "Gewinnen ist nicht alles", um sich nicht zuletzt von den martialischen Generälen in der Umgebung abzusetzen. Die Londoner sprechen indes vom "golden boy", wobei das vergoldete Knäblein satte vier Tonnen Gewicht auf die Waage bringt.

Auch beim Schach ist zwar angeblich Gewinnen nicht alles, aber Pferde alias Springer oder "Ritter" (im Englischen heißt der Springer im Schach knight) können ebenfalls eine Schlacht entscheiden. So wie in der Partie zwischen Andrew R. Talbot und Matthew Grattage beim Diamond Jubilee Congress anlässlich des 60. Jahrestags der Thronbesteigung von Elizabeth II . Der schwarze König wurde zwar offensichtlich, nicht zuletzt vom mutwilligen Springer f7, schon recht gezaust, doch noch schien er eine geschützte Bleibe gefunden zu haben. Umso erstaunlicher, dass Weiß am Zug mithilfe des opferbereiten anderen Springers in wenigen Zügen mattsetzen konnte. Wie?

Lösung aus Nr. 44:

Mit welch durchschlagendem Zug gewann Weiß sofort?

Nach dem Turmopfer 1.Tg2xg7! gab Schwarz schon auf, weil er nach 1...Txg7 2.Td8+ Dg8 3.Txg8+ Kxg8 4.Dd8+ Kh7 5.Dxa5 auch noch den Turm verlöre