Er war zufrieden und aufgewühlt nach diesen drei erschöpfenden Augusttagen im Jahr 1897, in denen eine große Idee die Weltbühne betreten hatte. Festlich gekleidete Abgesandte aus allen Ländern der Diaspora hatten im Stadtcasino von Basel darüber beraten, wohin sich das jüdische Volk wenden solle, um endlich einen akzeptierten Platz unter den Völkern einnehmen zu können. In ihrem neuen Programm folgten die Honoratioren nun dem Feuilletonisten und Träumer aus Wien: Der Weg in die Zukunft würde zurück in das Land der Vorfahren führen – nach "Altneuland", wie das der Vater des Gedankens nannte. Beseelt vom nationalen Enthusiasmus seiner Anhänger, vertraute sich Theodor Herzl seinem Tagebuch an: "In Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten."