Wer Mein Moskau anschaut, den Bildband des russischen Fotografen Igor Mukhin, dem weht daraus ein harter, schneidender Wind entgegen. Seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den Jahren 1985 bis 2010 zeigen einen Alltag voller Brüche und Umbrüche, der die Menschen schwer zu beuteln scheint.

Lichtblicke sind selten, aber es gibt sie, vor allem, wenn der Sommer durchs Buch flackert wie in dieser Szene vom Strand an der Stroginskoje-Landstraße. Der Autor Zakhar Prilepin hat ein schönes Vorwort für Mukhins packenden Band verfasst: "Wir sind mit weißer, pickeliger Haut im Zeitalter des Glamours angekommen", schreibt er mit leicht melancholischer Note.