Der Hamburger Rechtsanwalt Gerhard Strate hat einen von den Medien mit Spannung erwarteten Wiederaufnahmeantrag vorgelegt. Er gilt dem Urteil des Landgerichts Nürnberg vom 8. August 2006, in dem die Unterbringung des Kaufmanns Gustl Mollath in der Psychiatrie angeordnet wurde. Nach Überzeugung der 7. Strafkammer hatte Mollath seine Ehefrau angegriffen, misshandelt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und außerdem die Reifen von Kraftfahrzeugen ihm missliebiger Personen so fachkundig angestochen, dass die Luft erst während der Fahrt entwich. Da ein nervenärztliches Gutachten dem Angeklagten eine schwere psychische Erkrankung attestierte, sprach das Gericht den Angeklagten Mollath frei, wies ihn aber als schuldunfähigen, gleichwohl gefährlichen Straftäter in eine geschlossene Anstalt ein, wo er heute noch sitzt.