Es wird Frühling in Monaco. Die Fürstenfamilie nimmt zum ersten Mal im Jahr ihr Frühstück auf der Terrasse ein. Um den Tisch sitzen Caroline, Charlène und Stéphanie von Monaco, alle im Morgenrock. Der Diener serviert Guavensaft. Prinz Albert (rotes Polohemd, weiße Jeans, Bommelslipper) betritt schwungvoll die Szene.

Albert: Einen wunderschönen guten Morgen, die Damen!
Charlène, Stéphanie, Caroline: (grummelig) Morgen, Morgen.
Albert: (sich setzend) Herrlich! Bald kann man wieder offen fahren.

Niemand reagiert, Albert schaut fragend in die Runde. Caroline, Stéphanie und Charlène nuckeln schlecht gelaunt an ihrem Guavensaft.

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Charlène: Ich sehe doch Grace viel ähnlicher.
Caroline und Stéphanie verdrehen die Augen.
Charlène: Ist doch wahr!
Albert: Kann mir mal jemand sagen, was hier los ist!
Caroline: Sie hat das Foto von Nicole Kidman gesehen, du weißt schon, Kidman in der Rolle unserer Mutter in diesem Film Grace of Monaco.
Charlène: Genau, und sie sieht ihr nicht nur nicht ähnlich, sie ist auch viel zu alt für die Rolle. Ich hätte genau das richtige Alter.
Albert: Schatz, du kannst doch nicht meine Mutter spielen.
Charlène: Und warum nicht, bitte schön? Nie traust du mir etwas zu.
Albert: (Charlène in die Wange kneifend) Weil du keine Schauspielerin bist, Kind.
Stéphanie: Gott sei Dank muss Papa das nicht mehr erleben.
Caroline: Ob ich gegen den Film klagen könnte?
Stéphanie: Und dieses Botox-Gesicht von der Kidman, sie hat lange nicht die natürliche Schönheit von Maman.
Albert: (kaum hörbar) Ein bisschen Botox würde dir auch nicht schaden.
Stéphanie: Ich glaube, sie kann nicht mal Französisch.
Albert: Mutter konnte auch kein Französisch, als sie Papa heiratete.
Charlène: (misstrauisch) Warum verteidigst du sie eigentlich dauernd? Gibt es da etwas, was ich nicht weiß?
Albert: Jetzt fang nicht wieder so an...
Charlène: (springt beleidigt auf) Ich geh jetzt schwimmen!
Albert: Schätzchen, dafür ist es doch noch viel zu kalt.
Charlène: Aber zum Offenfahren ist es nicht zu kalt? Nichts, was ich tue, passt euch. (rennt heulend ins Haus)
Caroline, Stéphanie und Albert verdrehen die Augen.
Stéphanie: Gott sei Dank muss Mama das nicht mehr erleben.