Viele Hundebesitzer wissen es nicht, aber die Antwort ist ganz klar: nein! Schokolade enthält das Alkaloid Theobromin, das eng mit dem Koffein verwandt ist. In hohen Dosen ist das für alle Lebewesen giftig, aber Menschen verfügen über Enzyme, die den Stoff relativ schnell abbauen. Bei Hunden bleibt er länger im Körper, deshalb vertragen sie nur etwa ein Drittel der Menge pro Kilo Körpergewicht.

Ein Hund, der ein Stück Schokolade isst, wird nicht tot umfallen. Aber Hunde schlingen Futter, das ihnen schmeckt, hemmungslos in sich hinein, deshalb sollte man sie gar nicht erst an Schokolade gewöhnen. Katzen zum Beispiel vertragen den Giftstoff noch schlechter, aber sie haben einfach kein Interesse an Süßigkeiten, weil sie nichts Süßes schmecken können.

Wie viel Schokolade ist tödlich? Es sind schon Hunde an einer Dosis von 130 Milligramm Theobromin pro Kilo Körpergewicht gestorben, das entspricht 8 Gramm Bitterschokolade. Für einen 15-Kilo-Hund wäre das etwas mehr als eine Tafel, die ein hungriges Tier leicht verschlingt.

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Wenn der Hund eine große Menge Schokolade gefressen hat, sollte man gar nicht erst die Symptome abwarten – das Tier gehört sofort zum Arzt. Der weiß, was zu tun ist.

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