Marion Gräfin Dönhoff war die langjährige Chefredakteurin und Herausgeberin der ZEIT. Ihr geistiges Erbe wachzuhalten – das ist das Ziel des Marion Dönhoff Preises. Die ZEIT-Stiftung, die Marion Dönhoff Stiftung und ihr ehemaliges Blatt werden ihn im elften Todesjahr der Publizistin zum elften Mal vergeben. Die Leser sind eingeladen, Preisträger zu nominieren.

Der Preis würdigt Leistungen für die internationale Verständigung und Versöhnung. "Angesichts der Leiden, die Kriege, Diktaturen und Vertreibung über Deutsche und Bürger der Staaten Osteuropas gebracht haben", heißt es in der Satzung der Dönhoff Stiftung, will diese "zur dauerhaften Völkerverständigung zwischen Deutschland und den Staaten Osteuropas beitragen". Der Marion Dönhoff Preis soll Menschen auszeichnen, die in diesem Sinne agieren, etwa, indem sie mit kulturellen oder wissenschaftlichen Projekten ein respektvolles und aufrichtiges Miteinander der Nationen fördern – "Menschen, die wissen, worum es geht", wie Marion Dönhoff vor 36 Jahren schrieb: "Sie haben alle eins gemeinsam. Sie sind ganz echt – sie lassen sich nicht vom Zeitgeist oder von Werbeagenturen stilisieren. Sie machen keine Konzessionen an Publikum, Mode, Karriere. Sie sind ohne Furcht. Sie folgen ihren eigenen Maßstäben und ihrer Intuition." Kennen Sie solche Menschen? Dann schreiben Sie uns, und begründen Sie Ihre Vorschläge. Einsendeschluss ist der 5. April 2013.

Die Jury: Astrid Frohloff, Fernsehmoderatorin, Hermann Graf Hatzfeldt, Vorstandsvorsitzender der Marion Dönhoff Stiftung, Manfred Lahnstein, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Vorsitzender des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung, Janusz Reiter, polnischer Botschafter a. D. in Deutschland, erster Stipendiat der Dönhoff Stiftung, Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D., Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, Publizist, Editor-at-Large der ZEIT, Fritz Stern, amerikanischer Historiker, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1999, Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a. D., Anne Will, Fernsehmoderatorin.

Hauptpreis: Honorary Award für namhafte Persönlichkeiten oder Institutionen, die in besonderem Maße zur internationalen Verständigung und Versöhnung beitragen.

Förderpreis: 20.000 Euro für Menschen, die ein besonders unterstützenswertes Projekt betreiben, das zur internationalen Verständigung und Versöhnung beiträgt.

Verleihung: im Dezember 2013 in Hamburg. Die Preisträger werden kurz vor der Veranstaltung in der ZEIT bekannt gegeben.

Nominierungen an: DIE ZEIT, Stichwort: Marion Dönhoff Preis, Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen, Speersort 1, 20095 Hamburg. Per E-Mail: Marion-Doenhoff-Preis@zeit.de