Bleibt die Frage: Werden diese Studenten der Zukunft noch die horrenden amerikanischen Studiengebühren zahlen wollen? Harvard, Princeton und Stanford bieten neben erstklassiger Bildung auch eine Eintrittskarte in die besseren Kreise. Der Job, den man mit Harvard-Diplom bekommt, so die Rechnung, macht es einem leicht, die im Studium angehäuften Schulden später abzutragen. Für die Absolventen der weniger prominenten Colleges, die nur unwesentlich billiger sind, geht die Rechnung oft nicht auf. Die Studiengebühren haben sich in den USA seit 1985 fast versechsfacht, die Jobaussichten sind gleichzeitig gesunken. "Früher war die Collegeausbildung ein Weg, um in die Mittelklasse aufzusteigen", ätzt der Internetexperte Clay Shirky, "heute braucht man sie, um nicht aus der Mittelklasse herauszufallen." Die Moocs sind hier die günstigere Alternative. Und oft auch die qualitativ bessere.