London boomt. Inzwischen auch im Schach. Ein Weltklasseturnier nach dem anderen, bei dem sich die politische Elite ein Stelldichein gibt. Boris Becker betont, dass Schach als Mentaltraining beim Tennis helfe, in der Saatchi-Galerie stellen Damien Hirst und Tracey Emin ihre Schachspiele aus, Prada stellt mit Schach seine neue Mode vor, und im Simpson’s-in-the-Strand dinieren Nostalgiker am Ort des großen Schachturniers von 1851, wo Adolf Anderssen seine "unsterbliche Partie" glückte. Nur auf den Doppeldeckerbussen prangt inzwischen nicht mehr ein grimmig dreinblickender Magnus Carlsen als Model für G-Star RAW. Siegen macht anscheinend gute Laune; seitdem Magnus in der Weltrangliste sogar die bisherige Elo-Höchstmarke von Garry Kasparow deutlich übertroffen hat, lächelt er häufiger und ist auch Favorit beim heute beginnenden Kandidatenfinale zur WM (14. März bis 1. April), bei dem acht Kandidaten den Herausforderer des indischen Weltmeisters Viswanathan Anand küren. Seine Hauptrivalen dürften der russische Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik, der gegen ihn ein positives Resultat hat und ihn erklärtermaßen nicht fürchtet, und der Armenier Levon Aronjan sein, aber auch die aktuelle Nummer 4 der Welt, der Aserbeidschaner Teimur Radjabow, versteht sein Metier.

Mit welch herrlichem Zug sicherte er sich als Weißer gegen Karjakin in Wijk aan Zee 2012 die siegreiche Umwandlung seines Freibauern b7 in eine neue Dame?

Lösung aus Nr. 11:

Mit welcher Kombination konnte Weiß am Zug augenblicklich gewinnen?

Nach 1.Lc4+ Kh8 (natürlich ist auch 1...Tf7 2.Sxf7 hoffnungslos) öffnete das Springeropfer 2.Sxg6+! alle Schleusen zum schwarzen König. Schwarz gab bereits auf, weil er nach 2...hxg6 3.Dh4+ Lh6 4.Dxh6 matt gewesen wäre