Jede Gesellschaft hat ihre Heldenbilder. Wer nach dem Inbegriff des Hollywoodstars der Nachkriegszeit fahndet, wird unweigerlich auf Cary Grant stoßen – einen Gentleman im Maßanzug, der manchmal als Hallodri, aber immer mit vollendeten Manieren und vollendet gebundener Krawatte auftrat. Dreißig Jahre später hat sich das Bild vollkommen gewandelt. Der Inbegriff des Stars heißt Bruce Willis, trägt Kapuzenpulli oder T-Shirt, flucht und fläzt sich breitbeinig durch die Szene als Held der Unterschicht. Niemand denke, dass hier der Individualität eines Schauspielers gehuldigt wurde – Bruce Willis hat auch Anzugträger mit der Überzeugungskraft eines Cary Grant darstellen können. Aber was ihn berühmt machte und wofür das Kino ihn haben wollte, war die Rolle des unrasierten Randalierers.