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So groß sind die Wohnungen im Landkreis Vechta, dass sie einen Münchner oder Kölner sehr traurig stimmen: 120,5 Quadratmeter, im Schnitt. Im Schnitt bedeutet ja, dass viele Wohnungen dort sogar noch größer sind, größer, als es sich ein Kölner vorstellen kann und erst recht ein Hallenser oder Rostocker. Die DDR plante ihre Wohnungen eben traditionell eher klein.

Wer ein bisschen abseits lebt im ehemaligen Westen, im Münsterland, in Bayern oder im Nordsaarland, der entschädigt sich dafür mit einem großen Haus. Er kann sich das leisten, nicht nur weil die Mieten oder Grundstückspreise hier niedriger sind. Auf dem Land aufzuwachsen heißt, Freunde zu haben, die einem helfen beim Mauern (der Jochen), Dachdecken (der Marc) und Wärmedämmen (der Frank). Abseits der Großstädte startet man mit seinen Freunden keine Projekte, da baut man. So groß, dass eigentlich der Marc und der Frank und der Jochen mit einziehen könnten, aber das wünschen sich nicht mal die Menschen in Vechta.