Wenn einer partout macht, was er will, nennt man ihn beratungsresistent. Wenn einer Berater hat, die resistent sind, nennt man ihn Steinbrück. Die Resistenzen in und um den SPD-Kanzlerkandidaten beschäftigen nach dem ZDF jetzt den Düsseldorfer Landtag. In der heute-show hatte Moderator Oliver Welke Ministerpräsidentin Hannelore Kraft jüngst gefragt: "Kennen Sie die Berater von Peer Steinbrück, und welche Medikamente nehmen die?" Kraft antwortete: "Ich kenne die sicherlich nicht alle, ich kenne einige, und die sind auch ganz vernünftig." Damit gab sich der CDU-Abgeordnete Jens Kamieth nicht zufrieden. In einer Anfrage an die Landesregierung bohrte er nach: Über welche Berater spricht Frau Kraft hier konkret? Gehören die PR-Männer Fäßler und Steinkühler ("Peerblog") zu den Beratern, die "auch ganz vernünftig" seien? Darauf antwortete Frau Kraft laut Drucksache 16/2334: "Karl-Heinz Steinkühler und Roland Fäßler sind mir als Person bekannt. Wen oder was ich in diesem Kontext für vernünftig halte, sage ich gerne den Personen, die es direkt betrifft." Wir lernen daraus: Resistenz in der Politik und Resistenz in der Medizin sind zweierlei. Ein medizinischer non-responder spricht auf etwas nicht an, er ist also resistent. Wenn ein Politiker ein non-responder ist, so wie Kraft, ist er in der Regel gut beraten, also nicht resistent. Wenn aber einer einen Fragenberater braucht, dann Jens Kamieth. Was wir nämlich wirklich gerne genauer gewusst hätten, ist die Sache mit den Beratern und ihren Medikamenten.