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Gerade ist ein Buch erschienen, das auf dem Blog Strange Maps beruht, was man mit seltsame Karten übersetzen kann. Die Süddeutsche Zeitung, die das Buch lobt, schreibt, dass wir uns in einem Zeitalter der weniger ernsten Kartografen befänden: "Die Pflicht hat Google übernommen, es lebe die Kür."

Die Deutschlandkarte ist ein Freund jenes Blogs, und die aktuelle wäre dort möglicherweise gut aufgehoben, geht es doch um die geografische Verteilung des Komischen. Es ballt sich in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern (dazu passt, dass sich eine Zeitung aus Bayern besonders für das lustige Buch erwärmte).

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Zu einfach wäre es, die Gründe bloß in Mentalitäten zu suchen. Es hat sicher damit zu tun, dass im Kabarett über Autoritäten gelacht wird: die Kirche, die CSU, früher auch die SED. Wo der Geist liberal ist, hat es das Kabarett schwer. Jedenfalls hat es Leipzig zur höchsten Kabarettdichte gebracht. Offenbar bestand nach der Wende kein Anlass, mit dem Lästern aufzuhören.