Der Leo-User-Club war einst ein exklusiver Zirkel. Nur Europäer und Nordamerikaner konnten Mitglied werden. Heute wächst der Club weltweit. Künftig werden Indonesien und Katar dazugehören. Und auch Saudi-Arabien hat den Mitgliedsantrag längst gestellt.

"Leo-User-Club" nennt der Generalunternehmer Krauss-Maffei Wegmann die Staaten, die über Leopard-Kampfpanzer verfügen. Sie sollen gemeinsam Versorgungskonzepte, Weiterentwicklungen und Änderungsvorhaben ausarbeiten – und KMW mit Aufträgen versorgen. Die Bundeswehr spricht vornehmer und bürokratischer von der LeoBen-Gemeinschaft, den Leopard benutzenden Staaten. Die deutsche Armee hat großen Anteil daran, dass die LeoBen-Gemeinschaft wächst. Seit Jahren mustert sie Hunderte Leopard-Panzer aus und verkauft diese ins Ausland oder an die deutsche Rüstungsindustrie weiter. Die modernisiert das Kriegsgerät und exportiert es. Das Verteidigungsministerium gibt die Panzer teilweise zum Spottpreis von 180.000 Euro ab. Die Rüstungsfirmen verkaufen das Gerät für ein Vielfaches.