Einmal im Jahr verwandelt sich beim größten Schachturnier der Welt das Congress Centrum Hamburg in ein riesiges Klassenzimmer. Seit 1958 spielen beim Wettkampf "Rechtes gegen linkes Alsterufer" circa 3000 Schüler gegeneinander. Ein begeisterndes Spektakel – selten kann man Schach so laut und fröhlich erleben. Mit einer angeblich günstigen Nebenwirkung: "Schach macht schlau!", meinte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe. Hier kein Wort darüber, ob auch Schule schlau macht, in jedem Fall war seine Äußerung ganz im Einklang mit Bundespräsident a. D. Richard von Weizsäcker, der sich einmal sogar unter die Schüler mischte und mitspielte und danach befand, er habe selten in seinem politischen Leben an einer solch sinnvollen Veranstaltung teilgenommen. Das meint offenbar auch Barclaycard Deutschland, deren Reputation wie die so mancher Bank sehr gelitten hat und die sich fortan auf den Pfad der Tugend begeben und das deutsche Schulschach unterstützen will. Nicht auszudenken, wenn dieses Beispiel Schule macht!

Immerhin verfügt Barclays seit Jahren über eine starke Schachmannschaft, die die englische Meisterschaft der Banken und Versicherungen dominiert, nicht zuletzt dank ihres "Hamburger" Spitzenbretts Daniel Lindner.

Mit welch "exzentrischem", aber riesenstarkem Zug kam dieser im Februar 2013 als Weißer gegen Joel Bird von International Banks in entscheidenden Vorteil?

Lösung aus Nr. 20:

Wie hätte Schwarz remis erreichen können? Nach 1...Kc5 2.a4 verlor Schwarz sang- und klanglos. Doch nach 1...Ka4! 2.Kb2 f2 hätte Weiß das Patt nicht vermeiden können, weil der Läufer wegen des Bauern f2 auf der Diagonale f1–b5 bleiben muss, so aber dem schwarzen König das Feld b5 nimmt, z. B. 3.Lc4 f1D 4.Lxf1 patt