Noch sind keine Berichte erschienen, die nicht schaudernd von der Möglichkeit sprachen, die jetzt zum ersten Mal von amerikanischen Forschern eröffnet wurde: menschliche Embryonen aus normalen Körperzellen zu klonen – mit anderen Worten, die Kopie eines erwachsenen Menschen heranwachsen zu lassen. Die Welt, so scheint es, gruselt sich vor der Verwirklichung einer Fantasie, die in Literatur und Film seit über hundert Jahren in Umlauf ist. Mary Shelleys Frankenstein , Michail Bulgakows Hundeherz , die Klonkrieger aus dem Science-Fiction-Film sind nur drei Beispiele aus der Flut von Angstbildern, die mit dem Eintritt in die Moderne anschwillt und im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreicht. Vernebelt der kulturelle Vorlauf den nüchternen Blick auf die Chancen und Risiken des gentechnischen Fortschritts?
Transhumanismus: Die Besten sind Bestien
Künstler, Dichter und Filmemacher haben die Zukunft des Klonens schon ausgemalt: Der optimierte Mensch wird zur Waffe im Überlebenskampf