Warten, warten, warten. Das Schlüpfen des englischen Kronkükens lässt auf sich warten. Während die Prinzessin brütet, sieht das Volk schon überall Klapperstorch, sagen wir: Varianten von Klapperstorch. Birdwatching ist eine urenglische Raserei, auf Feldern, an Waldsäumen blitzen zum Sonnenaufgang die Fernrohre auf und richten sich auf jeden gemeinen Spatzen, der wagt, den Schnabel aufzumachen.

Die königliche Variante des Birdwatching ist natürlich eher stylish, auf elegante Vogelvarianten konzentriert, namentlich Schwäne, weshalb sich die Angestellten von Elizabeth Regina Uroma in spe die Zeit durch das legendäre Schwänezählen ("swan upping") vertreiben, eine anspruchsvolle Tätigkeit, weil der Queen Schwäne, auch mute swans genannt, bei Aufruf – nomen est omen – nicht mit "Hier" antworten und Doppelzählungen oder Auslassungen schwer zu vermeiden sind, eine Anspannung, die man traditionell durch Hochstellen der Ruder und den Ruf: "Her Majesty the Queen, Seigneur of the Queens" mildert.

Die Spannung hat indes schon den nicht für seine Königstreue bekannten Guardian erreicht. Durch dessen Spalten eierte neulich ein rundbauchiges Huhn, berichtet wurde, dass zwischen San Francisco und New York Aberhunderte von Hühnern in Tierheimen gestrandet seien. Allein 500 im Chicken Run Rescue Minneapolis! Warum? Weil der Hipster, von grünen Ideologen dazu angestachelt, sich im Hinterhof sein Bio-Ei selber legen zu lassen, offensichtlich überfordert ist, wenn sich das flaumige Bündel als arbeitsintensive, keineswegs geruchslose Schmutzschleuder entpuppt. Neuengland! Man weiß in England schon, warum man sich abgespalten hat. Gibt es für so was nicht Nannies?