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Heißt die Frau im Büro nebenan Frau Müller oder Sabine? Duzt man sie, oder siezt man sie? Wie halten’s die Chefs und wie die Kollegen?

Es geht um die Grundfrage: Wie viel Lockerheit ist gerade noch okay?

Meist startet der neue Kollege keine Experimente, sondern macht es wie die anderen und fragt sich nach einer Weile gar nicht mehr: Macht man das überall so?

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Eine Form hat ja schon einen regionalen Namen, das "hanseatische Sie": Man spricht sich mit Vornamen an und siezt. Tatsächlich ist das, so eine wissenschaftliche Befragung, im Norden etwas üblicher. Es benutzen öfter die Chefs, vielleicht, um Distanz zu wahren und dennoch vertraut zu wirken.

Das Umgekehrte ist im Süden zu Hause: Man nennt den Nachnamen, duzt aber. Ob es eher Männer machen, ist nicht bekannt. Wir behaupten aber mal: ja. Vor allem Männer, schon etwas älter, die selbst ihren besten Freund "Bachmann-Günther" nennen, mit Betonung auf Bachmann. Klingt also erst mal schroff, aber auch nach: kann noch netter werden.