"Ich bin hier, um die Roma zu erziehen, mit Peitsche und Konsequenz", sagt Vasilka Bettziche, während sie durch das Duisburger Hochhaus läuft, das in der Stadt nur "das Problemhaus" genannt wird, seit vor einem Jahr mehr als tausend Rumänen eingezogen sind (ZEIT Nr. 12/13). Mit ihnen kamen Chaos, Frust und Wut in das gutbürgerliche Duisburg-Rheinhausen, die Nachbarn klagten über Müllberge, menschliche Exkremente im Park, Lärm und Kriminalität. Vasilka Bettziche, gebürtige Bulgarin und seit Langem in Deutschland, will den Roma Ordnung beibringen: Sie stellt Putzpläne auf, schneidet Wäscheleinen von Balkonen, scheucht Roma-Kinder von der Straße. Sie ist überzeugt, dass Roma ihre linke Hirnhälfte kaum nutzen und allein nicht zu logischem Denken fähig seien.