Peer Steinbrück will demnächst ein Buch schreiben, nicht sein erstes. Darin will er sich, so heißt es, mit den Erfahrungen seines Daseins als Kanzlerkandidat der SPD im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober 2012 und dem 22. September 2013 auseinandersetzen.

Unser spontaner Titelvorschlag: Mein Jahr in der Niemandsbucht. Steinbrück will sich darin auch mit der Rolle der Medien im Allgemeinen und mit der Beschreibung seiner Person im Besonderen auseinandersetzen. Dazu muss man wissen, dass die Medien Steinbrück mal als cholerischen Narziss beschrieben haben und mal als narzisstischen Choleriker, Steinbrück Journalisten im Allgemeinen für nötig und im Besonderen für selbstgefällige Mundwinkelbeschreiber und psychologisierende Nichtsnutze auf Fettnäpfchenjagd hält. Krieg und Frieden, Die Verwirrungen des Zöglings Peer, Der alte Mann und das Mehr sowie Die Elenden wären treffende Kapitelüberschriften. Heute wär ich mir lieber nicht begegnet natürlich auch.

Wir freuen uns schon auf den Film zum Buch. Brad Pitt spielt Peer Steinbrück, Beate Baumann Angela Merkel, ein Bild-Vize den Spiegel-Chef, Maybritt Illner Anne Will und der Grand Canyon die Lücke zwischen der Erwartung der SPD vom Oktober 2012 und dem Ergebnis der Bundestagswahl im September 2013. Der Peer-gemäße Titel dieses Mach(t)werks: Der durch die Hölle geht.

Taxi zum Klo passt aber auch.