Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert an der Nordakademie und anschließend bei einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet, das sehr international ausgerichtet ist. Deshalb dachte ich: Mathe liegt mir, Englisch spreche ich regelmäßig im Job, also wird der GMAT schon klappen.

Ich habe viel im Internet recherchiert und mich in Foren mit anderen vernetzt, die auch für den GMAT lernten. Als der Test näher kam, hatte ich im Job so viel um die Ohren, dass ich meinen Lernplan nicht einhalten konnte. Das hat sich gerächt: Im ersten Versuch hatte ich 560 Punkte, das ist schon ziemlich gut, für meinen Traumstudienplatz an der WHU Otto Beisheim School of Management brauchte ich aber 600! Danach bin ich strukturierter vorgegangen.

Jeden Abend habe ich mich für zwei Stunden in die Bibliothek gesetzt und Bücher zur Vorbereitung durchgearbeitet und Probetests gemacht. Am Wochenende habe ich mindestens fünf Stunden gelernt. Partys, Geburtstage und Verabredungen habe ich abgesagt, nur Joggen als Ausgleich musste sein.

Die Woche vor dem Test habe ich mir freigenommen. 3.000 Übungsaufgaben habe ich mindestens gemacht und mich manchmal gefragt, warum man sich für diesen einen Test so quälen muss.

Aber als dann nach dem zweiten Test die endgültige Punktzahl auf dem Bildschirm auftauchte, hatte ich ein dickes Grinsen im Gesicht: 640 Punkte! Danach habe ich alle Freunde angerufen, die ich in den letzten drei Monaten vernachlässigt hatte.