Korrekt an der Meldung zum Tod des Döner-Erfinders war, dass Kadir Nurman tot ist. Der Türke vom Bahnhof Zoo entwickelte 1972 einen drehenden Metallspieß – versäumte aber, Gerät samt Imbiss (Fleisch und Zwiebeln im Fladenbrot) patentieren zu lassen.

Zum angeblichen "Döner-Erfinder" machte ihn 2011 der Verein türkischer Döner-Hersteller. Anlass war, dass Nurman eine Massenbewegung (mit)angestoßen hatte: Aus täglich 300 Tonnen Fleisch fabrizieren heute 16 000 deutsche Dönerbuden pro Jahr 720 Millionen Portionen. Jahresumsatz: 3,5 Milliarden Euro.

Der Schwabe Nevzat Salim will den Döner aber 1969 erfunden haben, der Berliner Mehmet Aygün 1971. Bereits im 19. Jahrhundert hatte ein türkischer Koch den Spieß senkrecht gestellt, ein anderer weich geklopfte Fleischscheiben geschichtet. Und Griechen brutzeln Gyros seit Urzeiten am Drehspieß.

Immerhin eine Erfindung wird für immer deutsch bleiben: die Döner-Tüte mit Pommes rot-weiß.