Vorbei sind die Zeiten, in denen man nur vom Barpersonal (oder einem Experten des Trivialen) erfahren konnte, welches Lied da gerade läuft. Heute gilt: Handy raus, kurz in Richtung Musik gehalten, und schon stehen Interpret und Titel auf dem Display. Helene Fischer, Captain meiner Seele. Dem Musikidentifikationsdienst Shazam sei Dank. Nun wäre es dem Zeitgeist unangemessen, zu sagen: Hol mal kurz dein Handy raus, halte es an die Box, und gleich wirst du sehen, was wir da hören. Also wurde kurzerhand das dazugehörige Verb erfunden: Shazamen. Phonetische Exotik trifft auf federleichte Konjugation: Ich shazame, du shazamst, er/sie/es shazamt, wir shazamen, ihr shazamt, sie shazamen. Wenn das Barpersonal außerordentlich gut aussieht, kann man immerhin noch fragen, welchen Gin sie so dahaben.