Große Haustiere sind ungemein praktisch: Man kann sich bei Regen unter sie stellen und ist geschützt. Und sie können einem Dinge beschaffen, an die man selbst nicht heranreicht. Das alles tut Elch Marcel bereitwillig für den Jungen Wilfred. Doch an einige andere Regeln, die Wilfred aufstellt, will der Elch sich partout nicht halten. Etwa "Regel Nummer 7 (Absatz 6): Eine gewisse Nähe zum Haus einhalten." Eines Tages ist der Elch weg. Oliver Jeffers erzählt seine Geschichte in collagierten Bildern. Kind und Elch, flächig und reduziert gemalt, stehen abwechselnd auf weißen Seiten und vor Hintergründen, die wie verpixelte Fototapeten wirken. Der Strich des Pinsels ist stets erkennbar, was den Darstellungen etwas charmant Unperfektes gibt und der Erzählung Tempo und Dynamik verleiht. Etwa wenn Marcel Regel Nummer 73 bravourös erfüllt: "Besitzer aus Lebensgefahr retten." Eine unterhaltsame Geschichte übers Bestimmen und Besitzen – und darüber, wie man zu zweit Regeln finden kann, die beiden, Mensch und Tier, gerecht werden.