Wer denkt, dass Wimmelbücher etwas für unter Fünfjährige sind, hat noch keine Bekanntschaft mit James Tureks Englischwörterbuch gemacht. Dort lädt eine Schnabeltierfamilie zur Hausbesichtigung ein – und zum Englischlernen. Auf den doppelseitigen Bildern sieht es chaotisch aus. Man braucht eine Weile, um sich zu orientieren. Das liegt vor allem am eigensinnigen Stil der Illustrationen: Alles ist knallbunt mit einem Tick ins Exzentrische. Ein Baum kommt schon mal rot daher, die Schnabelfamilie ist gelb wie die Simpsons. Das Ganze hat eher die Optik eines Cartoons als die eines sortierten Bilderbuchs. Entsprechend vieles, teils Subtiles, gibt es zu entdecken: Im Kinderzimmer liegen mindestens 40 Spielsachen zwischen verstreuten Klamotten. Auf dem Marktplatz steht ein Tintenfisch-Kindermädchen (nanny) mit sechs Armen, mit denen sie Einkäufe (groceries), Baby (infant) und Bollerwagen (child’s wagon) hält. Ordnung schafft die englische Beschriftung an jedem Gegenstand. Die ist witzig, wenn auch manchmal etwas schwierig für sehr junge Leser. Reverse psychology kann man getrost in der Oberstufe lernen.