"Verhandeln für die Menschen" – so lautet der Titel der November-Ausgabe des SPD-Organs vorwärts. Auf dem Cover sieht man Menschen, die irgendwohin gehen, wahrscheinlich zu anderen Menschen. Der Mensch Hannelore Kraft ist auch darunter. Frau Kraft ist jener Mensch, der kein Interview gibt, in dem er nicht neun Mal "für die Menschen" sagt. Der Mensch Kraft erinnert an den Menschen Beck, jenen Menschen also, der als oberster SPD-Mensch so lange nah bei den Menschen sein wollte, bis andere SPD-Menschen ihn zurückschickten zu den Menschen in Rheinland-Pfalz. So menschlich geht es unter SPD-Menschen schon mal zu.

Von dem Organ vorwärts und dem Menschen Kraft haben wir also gelernt, dass die SPD etwas erreichen will – und zwar für die Menschen. Das hat uns, wir räumen das von Mensch zu Mensch freimütig ein, schon berührt, vor allem menschlich. Bisher dachten wir ja, die SPD wolle etwas erreichen für Feuerwehrautos, Lippenstifte, das Rathaus in Berlin, Heinz-Ketchup, Kirschen und die Teufel vom Betzenberg, allein schon der Farbe wegen. Denkbar war natürlich auch, dass die SPD-Menschen für die Kegelrobben, die Nebelparder, die Lippenbären oder den Grünen Nieswurz verhandeln. Schließlich sind das ähnlich bedrohte Arten wie sie selber.

Dass die SPD-Menschen für die Menschen verhandeln und für die Menschen was erreichen wollen, stimmt selbst dann, wenn sie dabei nur an sich denken. Auch der SPD-Mensch ist ja nur ein Mensch.