Sängerinnen

Christine and the Queens: Sie hat den Namen einer Gruppe, macht aber alles selbst. Héloïse Letissier schreibt, komponiert, singt.

Bis vor drei Jahren wollte die 25-Jährige Regisseurin werden. Dann, während eines nächtlichen Ausflugs in London, begegnete sie musizierenden Travestiekünstlern: "Sie haben Prince und Vivaldi gemixt. Als ich nach Hause kam, habe ich Tag und Nacht gearbeitet und wie eine Irre die Kompositionen rausgehauen." Ihr neues Album erscheint im Frühjahr 2014.

Leslie Clio: Die deutsche Amy Winehouse wird sie manchmal genannt. "Besser, als mit salziger Marmelade verglichen zu werden", scherzt Leslie Clio, 27. Ihre Stimme schult sie, seit sie zwölf ist.

Im Februar erschien ihr Debütalbum Gladys, das Soul mit Pop vereint und wundervolle Songs wie Told You So und Twist the Knife hervorgebracht hat.

Kürzlich beendete sie ihre Tour durch Deutschland. "Nun geht’s nach London, um an meiner nächsten Platte zu arbeiten."

Modedesigner

Alexandre Mattiussi: Bevor er seine eigene Marke gründete, hat Alexandre Mattiussi, 33, bei den Modehäusern Marc Jacobs und Givenchy gearbeitet, doch dann drängte sich irgendwann die Frage auf: Warum arbeitest du eigentlich für jemand anderen?

Im Januar 2011 lancierte er seine Marke AMI mit der ersten Kollektion. "Eine einfache und ehrliche Männergarderobe. Für die Jungs von nebenan", sagt er.

"Der nächste Schritt wäre, etwas für Frauen zu entwerfen." Den Namen hat er schon: AMI(E) – die Freundin.

Tutia Schaad und Johanna Perret von Perret Schaad: "In jedem Kleidungsstück von Perret Schaad steckt etwas von uns beiden", sagen Tutia Schaad, 31, und Johanna Perret, 30.

Seit 2010 arbeiten die beiden Modedesignerinnen zusammen. Die Ergebnisse sind aufsehenerregend: Schönheit, Eleganz, Coolness.

Hochwertige Materialien sind genauso wichtig wie Alltagstauglichkeit. "Wir möchten, dass unsere Teile sich leicht in jede Garderobe integrieren lassen", erzählt Perret.

Schriftstellerinnen

Cécile Coulon: Als Teenager hat Cécile Coulon, 23, angefangen zu schreiben, weil sie "die Dinge sichtbar machen" wollte. Ihre Mutter hat ihr erstes Manuskript an einen Verlag gesandt. Mit dem Buch Le roi n’ a pas sommeil, das vor zweieinhalb Jahren beim Verlag Viviane Hamy erschien, kam dann der "große Wendepunkt". Die Erstauflage lag bei 5.000 Stück, es wurden rund 20.000 Exemplare verkauft, demnächst erscheint der Roman als Taschenbuch, er soll sogar bald als Ausgabe für die Schule herausgebracht werden. Mit ihrem jüngsten Roman Le rire du grand blessé konnte sie wieder die Kritiker (auch die von Le Monde) begeistern.

Elisabeth Rank: Tims Unfalltod, der das Leben von Lene und Tonia schlagartig auf den Kopf stellt. Oder das schleichende Ende der Freundschaft zwischen Rea und Konrad.

In Elisabeth Ranks Romanen Und im Zweifel für dich selbst (2010) und Bist du noch wach? (2013) geht es um den Abschied. Wem das zu traurig klingt: Rank fängt ihre Leser auf, mit einer Sprache, die zugleich feinfühlig und bildgewaltig ist.

"Der Abschied ist für mich ein Thema, weil er Veränderung ist", sagt die 29-jährige Schriftstellerin. "Den Umgang damit übe ich noch. Schreiben hilft."