Wahrscheinlich ist es vielen Steuerzahlern gar nicht bewusst: Die Rechnungen von Handwerkern sind oftmals bares Geld wert. Wer in seinem Haus oder seiner Wohnung renovieren lässt, kann die Kosten mit dem Finanzamt teilen. Das geht, zum Beispiel, wenn gestrichen wird, wenn Fenster erneuert oder Bodenbeläge getauscht werden. Wenn der Garten neu gestaltet und die Waschmaschine repariert wird. Oder wenn der Schornsteinfeger kommt, der Installateur. Diese Steuervergünstigung, die vor vier Jahren geschaffen wurde, steht nicht nur Eigenheimbesitzern zu, sondern auch Mietern, die solche Kosten hatten.

Es darf allerdings meist nicht die gesamte Rechnungsbetrag abgesetzt werden. Der Fiskus beteiligt sich nur an den Arbeitskosten des Handwerkers, nicht aber an den Ausgaben für Material. Und auch die Arbeitskosten übernimmt das Finanzamt nur bis zu einer Höhe von 1200 Euro pro Jahr, wobei der größte Batzen vom Steuerzahler getragen werden muss.

Abgerechnet wird beim Finanzamt nämlich so: Von den in der Rechnung aufgeführten Arbeitskosten bis zu einem Höchstbetrag von 6000 Euro werden 20 Prozent mit der Steuerschuld verrechnet. Hat also der Malermeister für seine Arbeit 3500 Euro kassiert, so übernimmt das Finanzamt davon 700 Euro. Diese werden von den gezahlten Steuern auf das Einkommen abgezogen.

Zu den Arbeitskosten zählen die Fahrtkosten und die aufgeschlagene Mehrwertsteuer. Die Vergünstigung wird aber nur gewährt, wenn der Steuerzahler die Rechnung nicht bar, sondern per Überweisung beglichen hat. Und es darf sich auch nicht um Arbeiten während eines Neubaus handeln.

Es gibt noch eine weitere Steuersparmöglichkeit für Dienstleistungen im Haushalt wie das Putzen und die Gartenpflege. Wer dafür Rechnungen vorweisen kann, erhält bis zu 4.000 Euro im Jahr erstattet.